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Drittes Buch: Römische Geschichte.
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Vollmacht auf drei Jahre übertragen, eine wahrhaft königliche, vom Senatunabhängige Gewalt. Pompejus erfüllte die auf ihn gesetzten Hoffnungen.P-mp-M Mit Truppen, Geld und Schiffen aufs beste ausgerüstet, säuberte erin drei Monaten alle Gewässer des Mittelmeeres von den verwegenenSeeräubern, indem er ihre Schiffe aus den entlegensten Gegenden zusammen-trieb, sie wie mit einem Netz umgarnte und in einer entscheidenden Schlachtbei Korakesion an der kilikischen Küste überwand. 1300 Korsaren-schiffe mit 10000 Bewaffneten sollen vernichtet, 400 Fahrzeuge und20000 Piraten in die Gewalt des Siegers gefallen sein. Dann eroberteund zerstörte Pompejus die festen Burgen und Städte und suchte durchAnsiedlung vieler tausend Gefangenen in der kilikischen Stadt Soloi,die fortan Pompejopolis hieß, einem Rückfall in das alte Freibeuter-leben zu steuern. Zu diesem raschen Erfolg trug seine wohlberechnetedruckung der Milde, die den Unterworfenen eine bürgerliche Existenz ermöglichte, mehrSeeräuber hxi als die Furcht vor seinen Waffen. So wurde denn innerhalb dreierMonate das Piratenunwesen, das einen Schandfleck für die römischeStaatsverwaltung gebildet hatte, beseitigt. Häßlich war dagegen das Be-nehmen des Pompejus gegen Q. Metellus, der die Unterwerfung Kretaseben zu vollenden im Begriff war. Aus sein formelles Recht gestützt, suchteer diesem den Oberbefehl und damit den Lorbeer zu entreißen; jedochmißlang der Anschlag durch des Metellus Hartnäckigkeit, der später, nachvölliger Unterwerfung und Einverleibung der Insel, den verdientenTriumph gewann.
8 221. Beginn des zweiten mithradatischen Kriegs. Lukullns(74—66). Noch während seines Aufenthalts in Kleinasien ging Pompejusdaran, sich ein weiteres Oberkommando zu verschaffen, um die Möglichkeitzu gewinnen, ständig ein Heer in seiner Hand zu haben. Die Gelegenheitdazu boten ihm die wechselvollen Kämpfe, die sich auf dem orientalischenMtthradates Kriegssch auplatz abgespielt hatten. Während der inneren Kriege Roms hatteMithradates, der unversöhnliche Römerfeind, seine früheren Eroberungs-und Befreiungspläne wieder aufgenommen, hatte sich mit Sertorius-5 (ß 218) in Verbindung gesetzt und war mit Heeresmacht durch Kappadokienin Bithynien (das den Römern von Nikomedes III. erblich hinterlassenworden war sß 147j) eingerückt, während seine Flotte die römische See-macht bekämpfte. Um ihn zurückzuweisen, waren die beiden Konsuln für 74,M. Aurelius Cotta und L. Licinins Lukullns, noch während ihres Amtsjahresnach Asien abgegangen. Anfänglich war Mithradates im Vorteil. Er7t schlug das Heer des Cotta bei Chalkedon entscheidend aufs Haupt undentflammte den Haß der Orientalen gegen die römischen Steuerpächterund Beamten; des Mithradates Schilderhebung ward das Zeichen zurErmordung der römischen Familien in den Städten Kleinasiens. Nun aber^S?sg-^ wandte ßch das Schicksal. Sieger in einer großen Seeschlacht, war Mithra-7« dates mit der Belagerung der reichen, den Römern verbündeten JnselstadtKyzrkos beschäftigt, wurde aber hier durch die Tapferkeit der griechischenBürgerschaft so lange hingehalten, bis Lukullns mit einem Heere,das durch die Legionen des Fimbria (8 214) verstärkt war, herbeikamund die geschwächten Truppen des Königs völlig besiegte. Zugleichwurde die pontische Flotte im ägäischen Meere zerstreut oder vernichtet;nur ein kleiner Teil rettete sich mit Mithradates zur See nach Pontos.Ermutigt durch diese Erfolge, zog dann Lukullns dem Mithradates in sein