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Drittes Buch: Römische Geschichte.
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R-form-n Anordnungen in Kleinasien und brachte ein Ackergesetz in Vorschlag,das hauptsächlich darauf berechnet war, die Veteranen des Pompejus zuentschädigen. Schon hier zeigte sich das Revolutionäre des neuen Geheim-bundes, indem sich die drei Machthaber gemeinsam für das Gesetz erklärten,und es trotz des erbitterten Widerstandes der Nobilität, mit Ubergehungdes Senats in den Tributkomitien gegen Cato und Bibulus durchsetzten.Die Durchführung dieses Gesetzes war übrigens kein Nutzen für den Staat,da die alten Soldaten kein Verständnis für das Mühevolle der Land-wirtschaft zeigten, und die vertriebenen Bauern Campaniens nur dashauptstädtische Proletariat vermehren halfen. Dann gewann Cäsar dieRitter dadurch für sich, daß er durch Volksbeschluß dem Pächter-konsortium für die asiatischen Steuern den Pachtnachlaß verschaffte, dendie Nobilität unter Cato und Cicero ihnen bisher beharrlich verweigerthatte. Das Volk endlich fesselte er durch köstliche Feste an sich undhatte so endlich, trotz alles Widerstrebens des Adels, die Zügel in der Hand.
Das Zusammenwirken der drei Männer wurde von Tag zu Tagklarer. Cäsar und Pompejus traten auch äußerlich einander dadurch nochnäher, daß Pompejus Cäsars Tochter Julia heiratete. Schon damalsmag in den Häuptern einiger Hitzköpfe der Gedanke gespukt haben,die beiden Männer (denn Crassus spielte nur eine Nebenrolle), die mandurch gesetzliche Mittel nicht beseitigen konnte, aus dem Wege der Ver-schwörung zu entfernen. Daraus deutet wenigstens die dunkle Geschichtedes Ritters L. Vettius hin, der sich vor Gericht rühmte, gegen Pompejuskonspiriert zu haben, und dann im Gefängnis aus geheimnisvolle Weisestarb. Der Senat hatte, wie oben gesagt, versucht, dem Cäsar die Pro-konsularische Provinz abzuschneiden. Aber dieser Beschluß wurde um-v^ia, gestoßen, und auf Antrag des Tribunen P. Vatinius vom Volke demProkonsul Cäsar die Verwaltung des diesseitigen Galliensund Jllyriens auf fünf Jahre übertragen. Diese an sich leichteAufgabe, ein völlig romanisiertes Land zu regieren, fand ihre unschein-bare, aber wichtige Erweiterung in dem Zusatz, daß Cäsar auch die xro-viuoia Callia mit verwalten sollte, d. h. den Küstensaum von Monoecusbis znr Rhonemündung, ausschließlich des Gebietes von Massilia, und dasuntere Rhonethal bis etwa zu dem heutigen Valence hinauf, d. h. bis zuder Südgrenze der Rom verbündeten Allobroger. Jenseits dieser Grenzenlag das unermeßliche freie Gebiet der alten Kapitolstürmer, vor denendie Römer noch nicht sich zu fürchten verlernt hatten. Hier bot sich fürCäsar die Gelegenheit, um das Heer zu schaffen, das nur ihm gehorchte.Es ist Wohl Möglich, daß er damit in weit kürzerer Zeit fertig zu werdenvermeinte, da er in großer Unkenntnis seiner noch zu erobernden Provinzlebte und deshalb des Gegners Macht unterschätzte. Jedenfalls aber er-warb er den herrlichen Ruhm, Gallien römisch zu machen.
§ 226. Die Kämpfe in Rom. Zusammenkunft der Trinmvirnin Luca. Als Cäsar im Begriffe war, in seine Provinz abzugehen,atmete die Nobilität aus. Pompejus erschien ihr weniger gefährlich undCrassus zu unbedeutend, Cäsar dagegen wurde sehr bald von den Schwierig-keiten in seiner Provinz in Anspruch genommen. Vorher freilich sollte^Ciceros"°die Nobilität noch einen sehr deutlichen Beweis seiner Macht erhalten.Noch vor seinem Fortzug wandte sich Cäsar gegen ihre beiden wichtigstenVertreter Cato und Cicero, die für ihn um so gefährlichere Gegner