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Erster Band.
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Drittes Buch: Römische Geschichte.

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Grenzstronr blieb zwischen Orient und Occident. Selbst die gewaltigstenrömischen Kaiser haben nur vorübergehend jenseits Fuß zu sassen vermocht.E°diu"? Indessen ging in Rom, dank der zaudernden Politik des Pompejus,die Anarchie weiter. Im stillen strebte er nach der Diktatur; der Senatwollte sie ihm auch im Jahre 53 übertragen, als es nicht gelang, eineKonsulwahl durchzusetzen. Jedoch widerstand Cato, der seine Grundsätzenicht beugen ließ, und so wurde wenigstens für dieses Jahr die KrisisHintangehalten; für das Jahr 52 begann dasselbe Spiel von neuem. Milobewarb sich um das Konsulat, Clodius um die Prätur, und während derMahlzeit kam es zu den widerwärtigsten Straßenkämpsen, in denen diebesten Männer des Staates verwundet wurden, ja Cicero beinahe erschlagenward. Milo war entschlossen, unter allen Umständen seine Wähl durchzusetzen,da er finanziell ruiniert war, wenn er nicht nach seinem Amtsjahre eineProvinz zur Ausbeutung erhielt. Aber der Einfluß des Pompejus stand ihmentgegen, der im stillen die Anarchie schürte, da er aus diese Weise von selbstdie Militärdiktatur zu erhalten hoffte. Den treuesten Freund hatte Milo anCicero, der sich sonst seinem Todfeinde Clodius ausgeliefert sah und des-halb Milos Kandidatur aus jede Art unterstützte. Indes das Jähr 5252 kam ohne Behörde heran, und es schien derselbe anarchische Zustand wieim Jahre vorher eintreten zu sollen. Da wurde am 13. Januar der un-entwirrbare Knoten zerhauen. Die beiden Bandeusührer stießen aus derappischen Straße zusammen, und nach erbittertem Gefechte ward Clodiusniedergemacht. Seine Parteigänger brachten die Leiche nach Rom indas Rathaus und verbrannten sie nach aufreizenden Reden aus einem im-provisierten Scheiterhaufen, wobei die Kurie mit in Flammen ausging. —Nun schien es einen Augenblick, als wenn die Revolution losbrechen sollte.Aber bald gewannen Milos Anhänger wieder Boden, bis dieser es trotz desoffenbaren Mordes wagte, sich weiter um das Konsulat zu bewerben. Dawurde die Notwendigkeit, eine starke Regierung zu schaffen, auch demVerbissensten klar, und der Senat bestimmte zunächst, daß ein Jnterrexund Pompejus als Prokonsul für die öffentliche Sicherheit wachen sollten.Schließlich brachte M. Bibulus, dem Cato schweren Herzens beistimmte,tmt'a^di-^n Antrag ein, Pompejus solle als alleiniger Konsul (so vermiedSpir^dss man den gefürchteten Namen der Diktatur) für 52 herrschen. Damit°°° war Pompejus, wie es schien, am Ziel seiner Wünsche. Er hatte diemonarchische Gewalt und stützte sich aus die Partei, die seinem Herzennahe stand, deren alter Verfechter er war, und die nur darum sich ihmfeindselig gegenüber gestellt hatte, weil sie grundsätzlich sich gegen dieHerrschaft des Triumvirats sträubte.

Nachdem Pompejus in den Besitz dieser außerordentlichen MachtPompejus gelangt war, begannen seine Bestrebungen, Cäsar zu entwaffnen und ihnaus dem Besitz der erworbenen Gewalt herauszudrängen. Deshalb machteer zunächst der in Pom herrschenden Anarchie ein Ende. So lange er siegebraucht hatte, hatte er sie geduldet; jetzt war sie überflüssig und mußteverschwinden. Milo wurde wegen Ermordung des Clodius vor Gerichtgestellt und trotz Ciceros Verteidigung, weil seine Schuld sonnenklar zuTage lag, verurteilt, in die Verbannung zu gehen. Ein gleiches Schicksaltraf auch die Clodianer, denen der Rathausbrand zur Last fiel; siewurden wegen Aufruhrs bestraft. Nachdem so die Herrschaft des Gesetzeswieder einigermaßen hergestellt war, wandte sich Pompejus gegen Cäsar,