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Drittes Buch: Römische Geschichte.
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Plan durch. Die sämtlichen zehn Tribunen verliehen ihm das Privilegium,^ zu handeln, wie oben gesagt ward. Jedoch wurde dieses PrivilegiumW bald wieder durch ein allgemeines Gesetz illusorisch gemacht, daß man sichum jedes Amt persönlich bewerben müsse und daß jeder Konsul erst nachAblauf von fünf Jahren ein prokonsularisches Imperium erhalten solle.Aus diesen Schwankungen ward es klar, daß Pompejus gern mit Cäsareinen Ausgleich gesunden hätte, aber andererseits durch die Nobilitätsparteiimmer mehr von ihm abgedrängt wurde. Cäsar seinerseits ließ auch alleMinen spielen und das gallische Gold mußte ihm dazu dienen, möglichstviele einflußreiche Leute zu bestechen. So kam es schließlich seitens derNobilität zu einem Vermittelungsvorschlag, Cäsar solle am 13. November 49sein Imperium abgeben. Der Sinn war angeblich, ihm die persönlicheWerbung um das Konsulat zu ermöglichen, in Wirklichkeit, ihn bis zumAntritt des Konsulats durch gerichtliche Verurteilung unschädlich zumachen. Darauf konnte Cäsar unmöglich eingehen, und so zog er sich dennmit seinen Truppen immer mehr nach dem Süden seiner Provinz, ummöglichst schlagfertig zu sein. Zugleich gab er seinen Anhängern, unterdenen die Volkstribunen O. Cassius, M. Antonius und C. ScriboniusCurio alte cäsarianische Offiziere waren, den Auftrag, der Nobilität zuerklären, daß Cäsar gesonnen sei, Heer und Provinz abzugeben, wennPompejus das Gleiche thue. Der Antrag wurde lauge hin und her er-wogen und Cäsar außerdem noch durch die erwähnte Absonderung zweierLegionen (Z 228) empfindlich gekränkt; schließlich kam es Ende 50 zueinem Beschluß des Senats,, daß beide, Cäsar und Pompejus, gleichzeitigabtreten sollten, sehr zum Ärger der extremen Partei, die eine Entscheidungdurch die Waffen gern gesehen hätte. Unterdes kam am Jahresschlußdie Nachricht, daß Cäsar mit seinen Legionen gegen Rom heranrücke. Trotzder augenscheinlichen Lüge drängten die Gegner Cäsars, unter ihnen derKonsul C. Marcellus, zu entscheidenden Schritten. Pompejus nahm, nach-dem man ihm den drohenden Verlust seiner allgebietenden Stellung genügendgeschildert hatte, den Oberbefehl an und begab sich auf das Land, umAushebungen zu veranstalten.
M?um"vom Unterdessen (Dezember 50) kam Cäsar nach Italien und machte, weilJanuar 49 er so Zeit gewann, um seine Truppen heranzuholen, durch M. Antoniusallerhand Vergleichsversuche. Schließlich schrieb er an den Senat, entwedersolle ihm die Bewerbung in Abwesenheit gestattet sein, oder auch Pompejusabdanken. Es kam zu einer stürmischen Sitzung, in der die extreme Parteiim Schatten der pompejanischen Fahnen es durchsetzte, daß dieser billigeVorschlag abgelehnt ward. Die Tribunen legten zwar ihr Veto ein, abererfolglos. Nun wurde die Achtserklärung ausgesprochen und den beidenKonsuln C. Marcellus und C. Cornelius Lentulus wurde durch das sogenanntetam uiti- letzte Senatskonsnlt („viäoant eonsulos, ns guiä respublioa cwtrimonti7. Jan. 49 onpint") diktatorische Befugnis beigelegt. Damit war der Bürgerkriegerklärt. Die cäsarianischen Tribunen, die trotz ihrer Stellung ihres Lebensnicht mehr sicher waren, flohen in Sklavenkleidern in Cäsars Lager undgaben dem Feldherrn, der bisher mit scheinbarer Mäßigung aufgetretenwar, einen günstigen Vorwand, sich zum Rächer des Tribunats undzum Beschützer der Volksrechte auszuwerfen. Als er in einerglänzenden Rede seinen Legionen das undankbare Verfahren der Aristokratiegegen den Überwinden Galliens und die gewissenlose Verletzung der von