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Drittes Buch: Römische Geschichte.
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dreizehnjährigen Ptolemäos Dionysos und seiner anmutvollen SchwesterKleopätra, erkoren ward, zu Gunsten der letzteren, geriet aber dadurchnisch-rKrAiu^ dem König und mit dem ägyptischen Volke in einen Krieg, der ihn4? sechs Monate lang in Alexandria sesthielt und in die größte Gefahrbrachte. Mit wunderbarer Kunst und Geschicklichkeit verteidigte sich dervon Truppen entblößte Feldherr gegen die zügellose Volksmasse der Handels-stadt und das ägyptische Heer unter Ganymedes und Achillas zuerst inder Königsburg, und als diese mit einem großen Teil der herrlichenBücherschätze in Brand geriet, aus der Leuchtturminsel Pharos im Hasen.Erst als ihm Verstärkungen aus Syrien und Kleinasien zugekommenwaren, und Ptolemäos nach einer unglücklichen Schlacht in den WellenMiirz 47 des Nils ertrunken war, ergab sich Alexandria der Gnade des Siegers;im Trauergewande, die Götterbilder in den Händen, flehten die Bürgerum Frieden. Cäsar verfuhr schonend. Hinweisend aus den großen Schaden,den die Stadt durch den Flottenbrand und andere harte Schläge erfahrenhatte, ermähnte er die Einwohnerschaft ernstlich, sich künftig allein derKünste des Friedens zu befleißigen und die Wunden zu heilen, die sie sichselber geschlagen hätten. Die Führer der national-ägyptischen Parteiwurden beiseite gebracht; die ägyptische Armee wurde aufgelöst, und anihre Stelle traten drei römische Legionen, die von nun an am Nil ihrStandquartier erhielten. So war das Ptolemäerreich ebenfalls unter römischeOberhoheit gebracht worden, obwohl dem Namen nach die alte Herr-schaft bestehen blieb, da Cäsar der reizenden Kleopatra, die ihn an sichgefesselt hatte, und deren unmündigem Bruder die Regierung übergab.
Ihn selbst riefen die Verhältnisse nach Asien, wo sein UnterfeldherrCn. Domitius Calvinus nicht fertig werden konnte. Dort war Ph arnakes,der Sohn des großen Mithradates (Z 212), aus seinen bosporanischenBesitzungen hervorgebrochen, hatte sich in den Besitz seines StammlandesPontos gesetzt und die benachbarten Fürsten, unter ihnen Dejotarus vonGalatien, vertrieben. Daß dieser Erbe eines berühmten Namens nichtlänger hier Hausen durfte, war Cäsar klar. In Eilmärschen zog er ihm2 . Aug. 47 entgegen, und der schnelle Sieg bei Zela, den er durch den Schreckenseines Namens über Pharnäkes davon trug, ist durch die merkwürdigebriefliche Nachricht darüber: ich kam, sah, siegte (veni, viäi, vlei),verewigt worden. Pharnakes verlor alle seine Eroberungen und baldnachher durch einen treulosen Diener auch sein Leben; sein HalbbruderMithradates von Pergamon, der dem römischen Feldherrn in Ägyptengute Dienste geleistet hatte, erlangte die Losporanische Königskrone.
Unterdes war es hohe Zeit geworden, daß Cäsar sich um die Ver-Uott°° hältnisse in Rom kümmerte. Nach der Schlacht von Pharsalus hatten sichdie Trümmer der Optimatenpartei in Corcyra gesammelt, wo sie unterVorsitz des Cato, Labienus, Afranius, Cassius und Cicero Kriegsrathielten. Ihr Hauptrüstzeug, die Flotte im adriatischen Meere, fügte denCäsarianern vielen Schaden zu, bis Cäsars Admiral P. Vatinius sie LeiMhiing 47 Tauris an der dalmatischen Küste schlug. Bedenklicher noch waren dieVorgänge in Italien selbst, wo P. Dolabella, Ciceros Schwiegersohn,als Volkstribun eine demagogische Rolle zu spielen versuchte. Dazu kamenUnruhen unter den in Campanien stehenden Legionen, die nach den langenKriegen sich nach dem Abschied sehnten. Cäsar eilte nach Rom undwußte die aufgeregten Gemüter des Volks durch versöhnende Maßregeln