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Drittes Buch: Römische Geschichte.
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Octa-ian Da trat unerwartet ein neuer Prätendent auf, C. Octavius, derWiS-pt. «g Schwesterenkel Cäsars, der spätere Kaiser Äugn st us. Cäsar, der denklugen Knaben adoptiert hatte, hatte ihn zum Nachfolger erziehen wollenund nach Apollonia geschickt, um seine militärische Erziehung zu voll-enden. Von dort kehrte C. Julius Cäsar Octavianus, wie er sichvon nun an nannte, nachdem er Cäsars Ermordung erfahren hatte, ins-geheim nach Italien zurück und fand sofort, da er brauchbar und ver-hältnismäßig ungefährlich erschien, bei der Senatspartei zahlreiche Sym-pathien. Zum Verdruß des Antonius trat Octavian immer mehr als ErbeCäsars aus und verlangte die Herausgabe von Cäsars Vermögen, inzwischenzahlte er, so gut er konnte, aus eigenem Vermögen die VermächtnisseCäsars aus. Indes war Octavian klug genug, um dem Senat gegen-über ehrerbietig aufzutreten und schloß mit ihm durch VermittelungMu«nen-^ Ciceros ein Bündnis. Während Antonius die makedonischen Legionen,die einst unter Pompejus gefochten hatten, nach Norditalien führte, riefOctavian, unter dem Vorgeben, jener wolle nach Rom ziehen, die VeteranenCäsars zum Schutze der Stadt auf, und es gelang ihm bald, sich miteinem stattlichen und schlagfertigen Heere zu umgeben, zu dem sogar zweiLegionen des Antonius abfielen. Cicero, der sich mit Antonius tödlichverfeindet hatte und damals seine vierzehn philippischen Reden (Z 240)gegen ihn hielt, gab sich der Hoffnung hin, daß die Republik wiederher-gestellt werden könne; der Senat erkannte den Cäsarmörder D. Brutusals Statthalter des diesseitigen Gallien an, setzte fest, daß die Konsulnfür 43, A. Hirtius und C. Vibius Pansa gegen Antonius marschierenund Octavian sie als „Proprätor" begleiten solle; des Antonius Maß-regeln wurden als ungesetzlich kassiert. Dieser war inzwischen nach demdiesseitigen Gallien gegangen und schloß den D. Brutus in Mutina ein.Als er sich weigerte, die Belagerung aufzugeben, erklärte man ihn zumFeind des Vaterlandes, und damit war der Bürgerkrieg ausgebrochen.Schlachten Beide Konsuln an der Spitze eines Heeres rückten Antonius entgegen.Gallorum Bei Forum Gallorum zwischen Mutina und Bononia kam es zu einer14 . Apr Schlacht, in der Antonius eine entscheidende Niederlage erlitt,
der Konsul Pansa aber aus den Tod verwundet wurde. Da Hirtius undOctavian keine Reiterei besaßen, wurde der Krieg von Antonius in die27 .April 43 Länge gezogen, bis es zu einer zweiten Schlacht bei Mutina selbst kam,die wiederum für Antonius mit einer Niederlage endete. Es fiel in ihrjedoch auch der zweite Konsul Hirtius, so daß ganz unerwartet Octavianan der Spitze des siegreichen Heeres stand. Antonius floh nach Gallien,um sich mit dessen Statthalter D. Aemilius Lepidus zu vereinigen;die Verfolgung blieb dem D. Brutus allein überlassen, da Octavian miteinem der Mörder Cäsars nichts zu thun haben wollte. Dadurch gelanges Antonius, zu dem auch die Statthalter Astnius Pollio von Spanienund L. Munatius Plancus mit ihren Legionen übergingen, sein Heer zureorganisieren; das Heer des D. Brutus fiel ebenfalls zu Antonius ab,und diesen selbst ereilte auf Befehl des Antonius der Tod durch Henkershand.der Senats- Unterdes hatte man in Rom eine Zeit lang geglaubt, daß dasvartsi Regiment des Senats wieder gekommen sei. Die Pompejaner und Cicerohofften, die alten Zeiten wiederkehren zu sehen, und entwickelten eine um-fassende Thätigkeit, um das Verlorene wieder zu gewinnen. Man erkanntezunächst, die Mörder Cäsars, Brutus und Cassius, als Statthalter von