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Drittes Buch: Römische Geschichte.
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einmal gelungen, den Frieden nach den alten Voraussetzungen auf-recht zu erhalten. Der Vertrag, an dessen Abschluß die edle Octaviaden größten Anteil hatte, konnte nicht von Bestand sein; jedoch ließ dieEntscheidung noch lange auf sich warten, da jeder von beiden Machthabernzunächst in seinem Gebiete sich zum unumschränkten Herrn machen mußte.Octavian that es durch die Besiegung des Sex. Pompejus und die Be-Parth-rkiegseitigung des Lepidus; dem Antonius stand noch der Part Herkrieg, dieRache für Karrhä (Z 228), bevor. Zu den Parthern hatte sich auchQ. Labienus, begeben, der Sohn des cäsarischen Legaten (Z 229) undunversöhnliche Feind Cäsars und einen entscheidenden Einfluß auf denKönig Orodes gewonnen. Der Krieg begann ohne eigentliche Erklärung,und bald streiften die parthischen Reiter durch Syrien und Palästina. DieserAngriff wurde durch den Legaten des Antonius, P. Ventidius Bassus,zurückgeschlagen, der dann dem flüchtenden Heere nachzog und es beiss Gind arus vernichtete. Jedoch hatte Ventidius nur die Ehre des Triumphs:der eifersüchtig gewordene Antonius entfernte ihn vom Heere und sandteihn unter nichtigen Vorwänden nach Rom, wo er bald darauf starb. Einzweiter Feldzug, den Antonius selbst gegen des Orodes NachfolgerPhraates IV. (Z 259) unternahm, endete, nach mancherlei vom Feldherrnverschuldeten Niederlagen, mit einem schimpflichen Rückzug. Zwar gebotAntonius über ein stattliches Heer; aber er vertändelte mit der schönenKleopatra, der Königin von Ägypten, die er schon zu Cäsars Lebzeitenzu seiner Geliebten gemacht hatte, die kostbare Zeit. Erst Ende Sommers36 unternahm er es, ohne der Gegend kundig zu sein, das Parther-reich von Nordosten her anzugreifen, und konnte von Glück sagen, daß erseine arg dezimierten Legionen nach Armenien zurückbrachte. Obwohl eszu eigentlichen Schlachten nicht gekommen war (nur der Legat OppiusStatianus hatte vor der Stadt Phraaspa seine Truppen verloren), warder Partherkrieg ein durch M. Antonius verschuldeter Mißerfolg. Vonda an hatte das parthische Reich bis auf Trajans Zeiten vor den RömernRuhe und der Euphrat blieb die Grenze zwischen den beiden, sich gegen-seitig als ebenbürtige Gegner achtenden Reichen. Ein weiterer orientalischerss Feldzug brachte Armeniens König Artavasdes durch Verrat in die Gewaltder Römer.
Inzwischen machte sich Octavian, um seine Soldaten nach der Nieder-werfung des Text. Pompejus zu beschäftigen, an die Eroberung der nominellrömischen Provinz. Jllyrikum. Von dieser hatte schon seit Jahr-hunderten der Küstensaum (Z 190) zum römischen Interessengebiet gehört:Cäsar hatte die Provinz dem Namen nach besessen, jedoch eine wirklicheHerrschaft nie ausgeübt. Erst Octavian gelang es, durch Unterwerfungder Japyden und Besetzung der drei wichtigen militärischen StützpunkteSiscia (Sissek), Metullum (Mättling) und Emona (Laibach) die römischeHerrschaft einigermaßen zu befestigen. Jedoch dauerte es hier wie in denAlpenprovinzen noch Jahre, bis eine völlige Unterwerfung erfolgte.dün?dör Unterdes hatte die Entfremdung zwischen Octavian und AntoniusTrimnvirn immer mehr zugenommen. Antonius, der ganz in das Wesen einesasiatischen Despoten versank, war immer tiefer in die Fallstricke geraten,die ihm Kleopatra gestellt hatte, und hatte zuerst seine edle Gattin Octaviaunter nichtigen Vorwänden nach Rom gesandt, dann aber, als sie ihmss zum zweiten orientalischen Kampf Truppen zuführen wollte, ihre Rückkehr