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Drittes Buch: Römische Geschichte.
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(Hauptort Carales, j. Cagliari), 4. Sicilien (Hauptort Syrakus), 5. Das Prokon-sularische Afrika (Hauptort Karthago), 6. Cyrenaika (Hauptort Kyrene) mit derInsel Kreta, 7. Epirus mit der illyrischen Küste bis zum Drin (Hauptort Apollonia),8. Achaia (Hauptort Athen), 9. Makedonien (Hauptort Philippi), 10. Asien (Haupt-ort Ephesus), 11. Bithynien (Hauptstadt Nikomedia), 12. Chpern. Hiervon wurdenAfrika und Asien von Prokonsuln, die anderen von Proprätoren oder Prokuratoren verwaltet.Romanifie- In Ägypten blieb das drückende Besteuerungssystem, das die Ptolemäer daselbst ge-'Ächs gründet hatten, auch unter der Herrschaft der Römer bestehen und führte im Laufe der Jahr-hunderte wiederholte Aufstände herbei, die aber nur dazu beitrugen, die Lage des Volkes zuverschlimmern und Verarmung und Verwilderung im Lande zu begründen. Besondersnötigte das Unwesen der Bukolen oder „Rinderhirten", jener zahlreichen Räuberbanden,die in dem unzugänglichen Röhricht der Sümpfe am mittleren Nilarm hausten, ihre Frauenund Kinder auf kleinen Barken schützten und, jeder bürgerlichen Ordnung feindselig,Raubzüge in die benachbarten Gegenden unternahmen, die folgenden Kaiser zu häufigenKriegszügen in das Nilland. Durch diese neue und straffe Organisation wurde freilich inden Provinzen das, was noch an eigenem Leben und an besonderer Kultur vorhanden war,ausgerottet und es trat an dessen Stelle die alles nivellierende Romanisierung. Vor allemdie ehemals hellenischen Staaten vermochten sich nicht mehr zu der früheren Bedeutungemporzuringen. Für lange Zeit war ihre geschichtliche Rolle ausgespielt; sie siechten lang-sam dahin an den Wunden, die sie sich mit eigener Hand geschlagen hatten.
8 242. Rom und die Germanen. Mit keinem Volke standen derneuen Monarchie ernstere Zusammenstöße bevor als mit den Germanen.Augustus hielt zunächst an der Rheinlinie fest und schob die italischeNordgrenze bis an den Kamm der Centralalpen. Dann aber beschloß er,um den einspringenden Winkel in der Grenzlinie zu beseitigen und da-mit die Grenzbewachung zu erleichtern, das Alpenvorland bis an dieDonau, vom Schwarzwald au bis zu deren Mündung, zu unterwerfen.Zunächst unterwarf er die beiden unteren Donaulandschaften und ver-Aroberung leibte sie als Mö sien seinem Reiche ein. Nur widerwillig beugten sichdie Besser und Sauromaten, südlich des Balkan; und als sich im Jahre 16die Sugambrer über den Rhein begaben, die Römer unter Lollius ent-scheidend schlugen und ihnen den Adler der 5. Legion abnahmen, da er-hob sich, wie auf Verabredung, an der ganzen Donau entlang das Kriegs-geschrei. Da übergab Augustus dem Agrippa die Reichsverweserschaft imOsten, ging selbst nach Gallien und trieb die Germanen über.den Rhein.Das Alpenvorland zu gewinnen, übertrug Augustus seinen beiden Stief-söhnen Tiberius und Drusus, die sich hier großen Kriegsruhm er-warben. In einem Doppelangriff kam Tiberius von Helvetien her, wo-^ v^Chr^o bei auf dem Bodensee den Feinden eine Seeschlacht geliefert wurde, undDrusus über den Brenner heran; das Ergebnis war die KonstituierungE RMen der beiden Provinzen Rätien und Noricum mit der festen Hauptstadt""um"«- Nugusta Vindelicorum (Augsburg), die durch zwei stets gangbare Straßenvom Rhein und von der Etsch her leicht erreichbar war. Südlich der Donauwar nur noch Pannonien frei, aber schon durch die Festung Carnuntumauf das schärfste bedroht.
r>ä°Dm?üs Nach vollendeter Organisation ging Augustus nach Rom zurück,i 2 -io während Drusus am Rhein blieb, um die Grenzwacht zu halten. SeinPlan war, dies angriffsweise zu thun. Zunächst wandte er sich gegendie niederdeutschen Völker, die er auch zu Wasser anzugreifen trachtete.Um den Weg entlang der Küste abzukürzen, baute er einen Kanal (diekossu vrusiana) zwischen Rhein und Assel, führte seine Flotte in denZuhdersee und von da an der Küste der ihm freundlichen Friesen nach derEms und Weser; dies erregte großen Schrecken. Die Küstenvölker schloffen