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Drittes Buch: Römische Geschichte.
Z 243.
1 v. Chr. den Reichsverband auf, nachdem Herodes der Große (8 149) gestorben war,
2 n. Chr. und schützte durch seine Enkel Gajus und Lucius Cäsar machtvoll die Süd-
grenze Ägyptens gegen die Äthiopen und Nabatäer. Wohl am hellstenhat des Augustus Stern an dem Tage gestrahlt, an dem ihm gelungenwar, an jenen Grenzen das zu erreichen, was ihm das Schicksal imNorden versagte. Um diese Zeit fand der alte Glaube des jüdischen Volkes,daß der Tröster (Messias) kommen werde, der die Welt erlösen sollte,seine ungeahnte Bestätigung: Jesus Christus ward geboren (ß 255).
Thronfolge Je älter Augustus wurde, desto mehr beschäftigte ihn die Frage, werdie Zügel in die Hand nehmen sollte, wenn sie seinen sterbenden Fingernentgleiten würden. Denn in seinen drei ersten Ehen war ihm nur eineTochter, Julia, geboren worden, und seine letzte Gattin, Livia, eine Frauvon unergründlichem Charakter, brachte ihm zwei Stiefsöhne, Tiberius undDrusus, zu, hatte aber selbst keine Kinder*). Die meiste Anwartschaft aus denThron hatte des Augustus Neffe, Marcellus, der Sohn seiner SchwesterOctavia, den er mit seiner Tochter Julia vermählte, zum großen Verdrußder Livia. Jedoch dieser hoffnungsvolle Jüngling starb schon 23 v. Chr.,vom Volke allgemein betrauert und nicht ohne daß man von einem gewalt-samen Ende munkelte. Nunmehr vermählte Augustus seine Tochter Juliazum zweiten Male, mit M. Vipsanius Agrippa, seinem treuen Freundeund Gehilfen. Sie gebar diesem auch zwei Söhne, Gajus und Lucius,die größte Herzensfreude ihres Großvaters Augustus. Agrippa selbstverzehrte sich im Dienste für das Kaisertum; nach mehrjähriger muster-hafter Verwaltung der orientalischen Provinzen starb der treue Mann imJahre 12 v. Chr. aus der Heimreise nach Italien. Von neuem erstrahlte nunder Stern der Livia und des Tiberius, der der verwitweten Julia ausLivias Betreiben als dritter Gatte die Hand reichen mußte. Jedoch trugdie Bevorzugung der Söhne des Agrippa nur zur Entfremdung zwischenAugustus und Tiberius bei, die von Julia eifrig geschärt ward, bisTiberius sich in eine siebenjährige Verbannung nach Rhodos begab. SeineGattin blieb in Rom, aber durch ihre Ausschweifungen kränkte sie ihren
*) Stammbaum des augusteischen (julisch-claudischen) Hauses:
Octavius
Octavia I.
1. Gem. Marcellus 2. Gem. AntoniusI
Marcellus
Octavianus Augustus -s 14 n. Chr.
1. Gem. Clodia, 2. Gem. Seribonia, 3. Gem. Livia (siehe unten *)
Julia I. ^ 3S v. Chr. 4 14 n. Chr.
I. Gem. Marcellus 2. Gem. Agrippa 3. Gem. TILsrius4 23 v. Chr. 4 12 v. Chr.
Antonio I.Gem. Domitius I.
Domitia
Gem. Val. Msffala!
Messalina
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Antonia II. Gajus Lucius Julia II. Agrippa Postumus Agrippina I.
Gem. Drusus I. 44».Chr. 42».Chr. 428n. Chr. 4 14 n- Chr. 4 83 n. Chr.
Gem. Germaniens
__^
Domitius II. Nero Drusus III. Drusilla Caligula Agrippina II.
I 4 41 n. Chr. I. Gem. Domitius II.
Nero 4 68 >2. Gem. Claudius
Gem. Octauia II. Nero
1. Gem. Oktav!» II, 2. Gem. Poppiia Sabina2. Gem. Livia, deren erster Gemahl Tib. Claudius Nero
Tiberius 4 37
I. Gem. Bipsania, 2. Gem. Julia I.
Drusus II. 4 W n. Chr.Gemahlin Livilla
Drusus I. 4 10 v. Chr.Gemahlin Antonia II.
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Germaniens Livilla 4 31 Claudius 4 54
4 19 n. Chr. 1.Gem.Msssalina,2.Gem.AgripptnalI.
Gem. Agrippina I. _ l _
Octavia II. 4 62 Brttannicus 4 SSGem. Nero
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