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Dritter Band.
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454
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454 Drittes Buch: Ende der spanisch-katholischen Vorherrschaft (1618—1660). § 263.

I. ds Parejaum IMS-1678

M. del Mazos 1881

A. Rizi i>. j.1688-1685

E. Coellos 1693A. Psreda1599-1669I. de Miran-da

1614—1685M. de Cerezo1635-1675

Frankreich

A. le Rain1588-1648L. le Rain1593-1648R. l- Rain1687-1677

I. Callot1592-1635P. Lomas-sins

1581—1631G. Parigi)- 1635

A. Bosse1618-1678

Le Valentinum 1592—1633

in Sevilla, Eremitage), der h. Bernhard von Clairvaux (Prado), Thomas von Villanueva(München), der h. Rodriguez, Tod der h. Clara (Dresden), die Legende von S. M. Maggiore(äslls nsvs) für S. M. la Bianca in Sevilla, in der Academia S. Fernando, Vermählungder h. Katharina, sein letztes Bild (Cadiz, Katharinenkirche); Madonnen (im Prado, inSevilla, Dresden, in Palazzo Pitti, Palazzo Corsini u. a. O.); Bildnisse: Pater Cavanillas,Selbstbildnis (Prado). Genrebilder: Sevillaner Volk und Gassenjungen (Louvre, München,National-Galerie, Dulwichgalerie, Galerie des Carl of Northbrook in London, Eremitagein Petersburg).

Der Schule von Madrid gehören an: der Mulatte Juan de Pareja, der Sklaveund spätere Freigelassene des Velazquez (Berufung des Apostels Matthäus, Prado), JuanBautista Martinez del Mazo, Schüler und Schwiegersohn von Velazquez (Bildnissein der Art seines Meisters, Don Tiburcio, Prado, Familie des Velazquez, Wien, Ansichtvon Zaragoza), der Schnellmaler Francisco Rizi und seine Söhne (Francisco Rizi elmozo: Auto da Fe, am 30. Juni 1680 auf der Plaza Mayor in Madrid, Prado), dervielbeschäftigte Claudio Coello, Schüler Rizis (Fresken im Alcazar, verbrannt, thronendeMadonnen, Apotheose des h. Augustin, Prado), Antonio Pereda („das Leben ein Traum",Academia S. Fernando), der Hofmaler Karls II. Don Juan Carreno de Miranda(Bildnisse Karls in Berlin, Wien, Prado, Bildnisse von Narren und einer Zwergin, Prado,der h. Sebastian in der Academia S. Fernando, die h. Magdalena, Galerie in Budapest)und sein Schüler Mateo de Cerezo, Maler ekstatisch-religiöser Bilder (HimmelfahrtMariae, Vermählung der h. Katharina, im Prado).

Die Malerei Frankreichs, von der Gunst des Sonnenkönigs und seinerHofgesellschaft gestützt, begleitete die staatliche Machtstellung bis zur Höhe deskulturellen Aufstiegs. Was die Kunst an Prachtentfaltung dabei gewann, gingihr freilich an Volkstümlichkeit verloren, wenn sich diese auch nicht gänzlichunterdrücken ließ; neben Idealisten und strengen Klassizisten fanden sich inder ersten Hälfte des Jahrhunderts auch volkstümliche Meister, sowie Nachahmergleichaltriger italienischer Künstler, wie des Caravaggio u. a. 1648 öffneten sichin Paris die Pforten der königlichen ^.oaäömio äs ksinturs st Leulptursden Jüngern einer von den zünftigen Fesseln freien Kunst; im Gegensatz zuihr bezeichnete die ^suääinis äs Kranes in Rom, die unter Colberts tätigerMitwirkung ins Leben gerufen wurde, das Studium der römischen Antiken,aber auch der Werke Raffaels und Michelangelos als die sichere Grundlage derkünstlerischen Ausbildung: Paris und Rom werden die Brennpunkte derfranzösischen Malerei, denen die Künstler, ihrer Neigung folgend, zustreben.Neben ihr gelangen Kupferstich und Kunstgewerbe, besonders die Teppichstickerei(Z 262), zu hoher technischer Vollendung.

Unter den selbständigen Realisten bilden die drei Brüder Antoine, Louis undMatthieu Le Nain eine Gruppe von besonderer Eigentümlichkeit. Die Gestalten ihrerGenrebilder sind meist trefflich gezeichnet und nicht ohne Leben, stehen aber untereinander nurin losem Zusammenhange im Bilde; ihre Gemälde, sämtlich von kreidiggrauem Gesamtton,lassen sich nicht mit Sicherheit auf die einzelnen Brüder verteilen: die Schmiede, die Tränke,das ländliche Mahl (Louvre), der Bildnismaler (Rouen, Museum), der alte Flötenspieler(London, Stafford House), Kartenspielende Knaben (London, Buckingham Palace), Bildnisdes Kardinals Mazarin u. a. Der temperamentvolle Jacques Callot bildet sich inRom unter dem Kupferstecher Ph. Tomassins und in Florenz unter dem Baumeisterund Radierer Giulio Parigi zum gewandten, selbständigen Griffelkünstler (881 Blätter);seine Figuren sind indes namentlich in den Gelegenheitsblättern (Liä^ss äs In RoelisIIs, äsLrsäa, äs l'Us) häufig stark manieriert; am fesselndsten und als scharfer Beobachter gibter sich in den Schilderungen des Volks-, Zigeuner- und Soldatenlebens: Oaprieei äi varisLgurs, tu tisra äsll' Imxruusta (Szenen aus dem Florentiner Volksleben), Karikaturenvon Buckligen, bizarre Bettlergestalten, 6ombat8 ä tu barriers (Turniere), lss pstitss (6) undIs8 Zrunäss (18 Blätter) missrss äs In Zusrrs; dazu kommen treffliche Landschaften undVeduten, die figurenreiche, wildphantastische „Versuchung des H.Antonius", sein „Skizzenbuch"(Federzeichnungen) in der Albertina in Wien und andere Handzeichnungen im Louvre. Ge-mälde von ihm sind nicht vorhanden. Sein Nachahmer Abraham Bosse hinterließ1450 Blätter Radierungen (die Schule, der Ball, der Ehekontrakt, le zaräiu äs In uodlessslraugkäss u. a.), die für die französische Sitten- und Trachtenkunde von Wert sind; erschrieb über die Technik des Kupferstichs. Le Valentin (Martyrium der Heiligen Martinia-