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Dritter Band.
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464
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464 Drittes Buch: Ende der spanisch-katholischen Vorherrschaft ( 1618 — 1660 ). Z 263 .

Mi^'is^d" « deutendste seiner Schüler, FranS van Mieris d. ä-, ist der ausgesprochene Liebling deri«gs-i 6 si' vornehmen Gesellschaft seiner Zeit: Liebesbotschaft, der Kesselflicker, in der Werkstatt deSKünstlers ( 2 ), Musikstunde (Dresden), die kranke Frau und der Arzt, Austernfrühstück (München).Mi-ris S«n Sohn Wilhelm van Mieris (der Leiermann, der Trompeter, in Anlehung an1662—1141 Dons Bild im Louvre, Wildprcthändler, in Dresden) und sein Enkel Frans van MierisF. van d. j. (der Apotheker, der Gewürzladen) gehen dieselben Bahnen, aber abwärts. Lebensvoller^ 6 ss-ii 6 s'anziehender als diese beiden erscheint Pieter van Slingelandt in seinen BildernP, aus dem Leben wohlhabender Bürger: das musizierende Pärchen, der GeflügelhändlerSlmgsiandt (Dresden), Familienbildnis (Kopenhagen), der Biolinspieler (Schwerin), Bildnis des Johannes1646 - 16 SI yan Crumbrugge (Rotterdam), Seifenschaum blasende Kinder (Uffizien). Größere Selbständig-Br?r'slenlamweiche, leuchtende Farben und breitere Pinselführung zeigen die Bilder Quirins van1- 1668 Brekelenkam: Junge Frau und Magd (Berlin), Kesselschmiede (Augsburg), Frau beimG. M-tsu Frühstück (London, Stafford House). Rembrandt näher steht Gabriel Metsu, 17 Jahre ini 66 ?o Amsterdam tätig: Schmiede (Stockholm), die Ehebrecherin vor Christus (Louvre), Geflügel-händler, Geflügelverkäuferin, Liebespaar beim Frühstück, die Dame mit dem Klöppelkissen,der Raucher (Dresden), Musikunterricht, Amsterdamer Gemüsemarkt, Dame und Offizier,die Köchin, der Chemiker (Louvre), der Jäger, Musikfreunde (Haag), die verstimmte Laute(Kassel), Reiter vor der Schenke (London, Nationalgalerie); viele seiner Gemälde befindensich in englischem Privatbesitz. Als Meister des Helldunkels sicherten sich ihren Namen bei1636-1611^ und Nachwelt: Pieter deHooch, der Maler der Durchblicke von einem Zimmeroder Vorraum in benachbarte sonnendurchleuchtete Räume des Hauses oder in den Hof(Kellerkammer, im Amsterdamer Reichsmuseum, Dame mit dem Brief, in der Sammlung vander Hoop, Frau an der Wiege, in Berlin, Lesende Frau, in München, Häusliche Szene,16W-16SS im Louvre), Nikolas Maes, (Badende Diana, im Haag, Rübenschälerin, in der LondonerNationalgalerie, der Kuß an der Treppe, in der Sammlung Six in Amsterdam, dieSpinnerin, im Reichsmuseum, Lesende Alte, in Brüssel, Bildnis des N. Heinsius in der'van Delf°? Galerie Urcnburg in Brüssel) und Jan Vermeer van Delst, der anfangs Straßen-1632—1615 und Kanallandschaften (Ansicht von Delst im Haag), später lebensgroße Einzelbildnisseund Gruppenbilder malt (Brustbild eines Mädchens, in der Galerie Arenberg in Brüssel,der Meister und sein Modell, in der Galerie Czernin in Wien, Liebeshandcl, in der DresdnerK- ?"i6S4 G^Me). Karel Fabritius, noch unmittelbarer Schüler Rembrandts, ist der Maler deranziehenden Bilder „die Wache" im Schweriner Museum und „der Stieglitz" bei Mme.S.vanLacroix in Paris. Samuel van Hoogstraaten, ein außerordentlich vielseitiger Künstler,1626—1818 dessen Bilder durch ihre perspektivische Anordnung an Interesse gewinnen, studierte inAmsterdam noch unter Rembrandts persönlicher Anleitung: die kranke Dame und der Arzt,Bildnis des indischen Rats M. van der Brouck (Reichsmuseum), Ansicht eines Binnenhofs^843—iiaa" drr kaiserlichen Hofburg, 1653 (Wien). Seinem Schüler Godfried Schalcken, der sich beiDou weiterbildete, verschafften besonders die Nachtstücke mit Kerzen- oder Lampenlicht einenNamen: die Alte mit dem Buche im Schoße, der Brief, die Kokette (Dresden), die Wachs-kerze (Brüssel), die klugen und die törichten Jungfrauen, „die Magdalenen" (München),Mädchen mit Kohlenbecken (Kassel).

Land- Die Reihe der Landschaftsmaler beginnt mit dem ältesten Vertreter der Haar-

male/ lemer Schule Esaias bände Beide (Belustigung auf dem Eise, in München, NächtlicherE. van de Kampf, in Rotterdam, Radierungen); Salomon van Ruisdael ist bereits stimmungs-iSM—1630 voller (Kanalansicht, in München, die Fähre, in Brüssel, Landstraße, in Berlin), aberS. »an Ruis- auch dessen Name wird durch den Ruhm seines großen Neffen Jakob van Ruisdaelda-l überstrahlt, eines scharfen Naturbeobachters und geist- und phantasievollen Naturdichters,"-laio" in dessen „gemalten Elegien" die Gemütsstimmungen, namentlich düstere und schwermütige,J.vanRuis-wie in Rembrandtschen Radierungen ergreifenden Ausdruck finden: Sumpf im Walde,»m"i628 Berglandschaft mit dunklem See (Eremitage), Ruinenlandschaft, Wassermühle (London),"—1682 Klosterruine, Judenkirchhos (in Dresden, zwei Gemälde, die durch Goethes Schilderung anI. van der Anziehungskraft gewonnen haben), Seestücke (Berlin). Ihm nicht allzu fern steht JanlaElmgi Uan der Meer van Haarlem in seinen Waldbildern und Fernsichten von den Dünenbei Haarlem: Waldlandschaft (München und Eremitage), Dorf Noordwijk (Rotterdam)-^ dingen^-^^uert van Everdingen entnimmt seine Vorwürfe der Wald- und Bergszenerie1621—1615 Norwegens: Hochgebirge mit Renntier (Braunschweig), Felsenschlucht mit Wafferfall (Kopen-I. Wijnants Hagen), Großer Wafferfall (Dresden). Jan Wijnants, von selbständiger, aber zierlicher1626-1618 2^ b^arzligt heitere Stimmungen, offene Landschaften, und behandelt besonders liebevollund eingehend die Baumstämme und die Pflanzen des Vordergrundes; die Staffage verdankter meist Wouwermann und A. van de Beide: Am Waldessaum (Louvre), Weg am Wald-rand (Dresden), Dünenweg mit kahlem Baum (London, Bridgewater Gallery). Als Schüler