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Zweites Buch: Das Zeitalter des Absolutismus (1660—1740).
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Werkzeug (völ^um), mit dem sie das Vieh antrieben; mit dem Namen Tories (vielleichtabzuleiten von Nur u --- Komm, o König) belegte man zur Zeit Karls I. die katholischenJrländer, die als Räuber herumzogen. Beide Namen wandten nun die politischen Gegnerim Kampfe um die Exklusionsbill im verächtlichen Sinne aufeinander an; als Parteinamenwurden sie dann die Bezeichnung für einander schroff entgegenstehende staatsrechtlicheAnschauungen.
Die Whigs hatten hauptsächlich die großen Geschlechter und höherenGeistlichen sowie die Bevölkerung der Handelsstädte hinter sich, die Toriesden niederen Adel, die niedere Geistlichkeit und die Bauern; jene warendie Vertreter der städtischen, diese der ländlichen Interessen.
Nach Auflösung des vierten Parlaments machte sich nun, nicht zumik8i wenigsten infolge der Sehnsucht nach Ruhe, eine starke juristische Strömunggeltend, die durch Whigistische Verschwörungen noch gesteigert wurde. Sokonnte der König noch energischer vorgehen; infolgedessen entwich Shaftes-2 . Jan. iMs^ury nach Holland, wo er bald starb, Rüssel aber wurde hingerichtet. Der2i. Zu« IMS König regierte tatsächlich absolutistisch, und als er nach Empfang deris.Febr. 1685 katholischen Sterbesakramente starb, folgte ihm der Mann, um dessenThronrecht so heiß gestritten war: sein katholischer Bruder Jakob von Aork.
M8s-l688 8 287. Jakob II. Der neue König Jakob II. erklärte zwar,
* E haß er Staat und Kirche in ihrer gesetzlichen Verfassung erhalten wolle;in Wahrheit aber plante er die Rückführung des Katholizismus und dieStärkung der Königsmacht. Nach seines Bruders Vorgang wollte er sichdabei auf Frankreich stützen, sonst aber verfolgte er sein Ziel mit vielgrößerer Energie, war auch weit härter und rücksichtsloser als Karl II.Zunächst schien die Lage für ihn nicht ungünstig. Es erregte allerdings Miß-stimmung, daß er am Hofe öffentlich katholischen Gottesdienst halten ließ;aber das von ihm berufene Parlament war durchaus toristisch gesinnt,und das schottische bot sogar die Hand zu grausamer Verfolgung derpresbyterianischen Covenanters. Gefestigt wurde dann Jakobs Stellung1685 noch durch den Ausgang der Unternehmungen des Grafen von Argyleund des Jakob von Monmouth.
Argyls Argyle, ein strenger Covenanter, war nach Holland geflohen und landete nun mitetwa 300 schottischen Flüchtlingen in Schottland, um eine Erhebung der Hochländer zu be-so. Juni 1685 wirken, wurde aber gefangen genommen und hingerichtet. Angetrieben von englischenEmigranten verließ auch Jakob von Monmouth Holland, erschien im westlichen Englandund ließ sich in Taunton zum König ausrufen; er wurde indes bei Sedgemoor geschlagenMonmouth und als Gefangener nach London gebracht. Hier überlieferte trotz kniefälligen Bittens der5' Oheim den volksbeliebten Prinzen dem Henker; darauf durchzog der Oberrichter
Jeffreys die westlichen Grafschaften und wütete in den „blutigen Assisen" mit brutalerHärte gegen die Teilnehmer der Erhebung, von denen etwa 300 hingerichtet, 800 als Sklavennach Westindien geschafft wurden. Zum Lohne für seine entsetzliche Blutarbeit erhieltJeffreys die Würde des Lordkanzlers.
Nach Niederwerfung dieser Gegner glaubte der König, mit seinenPlänen mehr hervortreten zu können. Er stützte sich dabei aus dasDispensationsrecht und machte außerdem das ihm zustehendeSuprematsrecht über die anglikanische Kirche geltend.
Dispensa- Auf Grund des Dispensationsrechts ernannte er, um sich der Armee zuund'Supre-versichern, trotz der Testakte eine Reihe Katholiken zu Offizieren; alsinatsrecht daI Parlament, das nicht königsfeindlich, sondern durchaus toristisch gesinntwar, verlangte, daß dazu wenigstens nachträglich seine Genehmigung eingeholtwerde, vertagte er es. Durch eine besondere, von Jeffreys berufene Kommissionließ er dann die Gesetzmäßigkeit des Dispensationsrechts aussprechen, be-günstigte nun überall den Katholizismus und verfolgte anglikanische Geistliche,