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Dritter Band.
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Z 301.

Drittes Kapitel: Deutschland von 1648 bis 1700.

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und ihr war es zu danken, daß die Schweden bei Halmstad und N'is?«Lund und im folgenden Jahre bei Landskrona Siege erfochten. Der JuniorAngriff auf Schonen war damit abgewiesen; zur See aber erlitten dieSchweden durch den dänischen Admiral Niels Juel eine neue Niederlage in derKjögebucht südlich von Kopenhagen. Seitdem war ihre Verbindung Ju« Emit Deutschland unterbrochen, und das kam dem Großen Kurfürsten sehrzustatten.

Dieser hatte inzwischen Anklam und Demmin erobert und nötigte nundas seit Juli belagerte und tapfer verteidigte Stettin zur Ergebung. W. Z>°z. isi?Im nächsten Jahre erzwäng er mit 210 Schiffen und 140 Booten dieLandung auf Rügen und eroberte die Insel in wenigen Tagen, wobei W-Sspt.iöWTromp die Bewegungen der brandenburgischen Schiffe leitete, Derfflingerdie Truppen kommandierte; dann nahm er Stralsund und schließlich n. on.auch Greifswald. is. No».

Aus ganz Pommern waren die Schweden verjagt; da kam die Nach-richt, daß sie mit Zustimmung Polens von Livland her in Preußen Nov. is78eingefallen feien. Sofort wandte sich der Große Kurfürst dorthin; inGewaltmärschen folgte er trotz der Winterkälte den abziehenden Schweden 3°»- i«7gund führte feine Truppen (die Infanterie in Schlitten) über das Eis desFrischen und des Kurischen Haffes, um den Schweden den Rückzug ab-zuschneiden. Das gelang zwar nicht vollständig, aber es kam doch nurein dürftiger Rest der Schweden in vollständiger Auflösung nach Rigazurück, von den Brandenburgern bis in die Nähe der Festung verfolgt.

Diese Feldzüge in Pommern und Preußen waren glänzende Waffen-taten, die die Bewunderung der Welt erregten: der erstrebte Preis abersollte dem Kurfürsten entgehen. Im Nhmweger Frieden ließen ihnseine Verbündeten im Stich (ß 273); er stand nun mit Dänemark, auf dasnicht viel zu rechnen war, den Schweden und Franzosen allein gegenüber.

Dazu zeigte sich bei Österreich, Sachsen und Bayern Mißgunst gegen dasaufstrebende Brandenburg, während Braunschweig den Schweden Bremen-Aerden wieder auslieferte. Schon rückten die Franzosen gegen Mindendor: da schloß der Kronprinz notgedrungen den Frieden von St.^errnain-en-Laye, in dem er das eroberte Vorpommern bis auf einW.Jumis7gkleines Stückchen am rechten Oderufer (Kammin und Bahn) den SchwedenZurückgeben mußte. Darauf schloß auch Dänemark mit Schweden denFrieden von Fontainebleau auf Grund des früheren Besitzstandes. S°pt. imsSchweden behauptete nochmals feine Stellung, dankte das aber nicht der^genen Kraft, sondern nur dem Bündnis mit dem übermächtigen Frank-reich: die größere Kraft hatte Brandenburg bewiesen.

8 301. Die letzten Jahre des Großen Kurfürsten. Die Erbitterung ^nis'mt^oer die Haltung feiner Verbündeten, vor allem über die des Kaisers,veranlaßte den Kurfürsten zu einer völligen Änderung seiner auswärtigenPolitik. Er schloß mit Ludwig XIV. das Geheimbüudnis von

Germain. Er verpflichtete sich, den Franzosen Durchzug zu^. o». E^statten und im Fall einer neuen Kaiserwahl feine Stimme dem fran-svflschen König oder dem Dauphin oder einem Frankreich genehmen Kan-taten zu geben; dafür erhielt er Subsidien und die französische Unter-> utzung für seine Ansprüche auf Jägerndorf und Elbing. Er sprengteun?^' ""d das war das Wichtigste, das französisch-schwedische Bündnis" hoffte nun mit französischer Hilfe Pommern gewinnen zu können. Wir