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Dritter Band.
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Fünftes Buch: Das Zeitalter des aufgeklarten Absolutismus.

Z 383.

Iu»i die Leitung der auswärtigen Angelegenheiten wieder übernommen; überdie schmachvolle Konvention von Kloster Zeven war aber auch Georg II-erbittert. So wurde sie nicht ausgeführt und an die Spitze der neuenNov. i7S7 englisch - hannöverschen Armee auf Friedrichs Empfehlung der HerzogFerdinand von Braunschweig gestellt.

^Westen"' 8 383. Das Jahr 1758. Den Feldzug des neuen Jahres eröffneteFerdinand von Braunschweig, indem er, schon im Februar auf-brechend, die Franzosen, deren Oberfeldherr jetzt der Herzog vonClermont war, zum Rückzug aus Hannover bis über den Rheinnötigte. Dieser Erfolg wirkte mit beim Abschluß des neuen englisch-ii.Aprui7S8preußischen Vertrages, in welchem England 670000 Pfd. Subsidienund ein Heer von 5500Ö Mann zusicherte, die von Friedrich gewünschteSendung einer Flotte nach der Ostsee aber verweigerte. Mit seiner„Operationsarmee" (dazu wollte Pitt die frühere „Öbservationsarmee"umwandeln) überschritt Ferdinand nun den Rhein und gewann überW. Juni Clermont den glänzenden Sieg bei Krefeld. Er mußte dann freilich,weil die französische Südarmee unter Soubise nordwärts durch Hessen aufHannover marschierte und ihn im Rücken bedrohte, wieder zurück, gefolgtvon Contades, der an Clermonts Stelle getreten war; es gelang ihmaber, Nordwestdeutschland gegen beide französische Armeen zu behaupten.F-ldzug im Die erfolgreiche Kriegführung Ferdinands brachte jetzt und in denfolgenden Jahren Friedrich den großen Gewinn, daß er sich ganz demöstlichenKriegsschauplatze zuwenden konnte. In diesem Jahre hattesie noch den besonderen Wert, daß sie Soubise au dem Marsche nachSachsen verhinderte. Nach dem ursprünglichen Plane der VerbündetenVAbündä-n hatte Soubise sich nämlich in Sachsen mit einem österreichischen Heerevereinigen sollen, während ein zweites österreichisches Heer von Böhmenaus die Verbindung mit den Russen gewinnen sollte. Demgegenüber über-FrUrichs lrug Friedrich dem Prinzen Heinrich den Schutz Sachsens, er selbst abernahm seinen alten Lieblingsgedanken, den Angriff auf Mähren, wiederauf. Er hoffte Wien bedrohen und einen starken Druck auf die öster-reichische Regierung üben zu können, jedenfalls aber dachte er die ArmeeDauns aus Böhmen sich nachzuziehen und an der Vereinigung mit denRussen zu hindern.

Friedrich Nach der Eroberung von Schweidnitz (16. April) marschierte Friedrichdurch Schlesien nach Mähren und begann Anfang Mai die Belagerung5 . Mai 1758 von Olmütz. Zum Unglück für Friedrich zog sich diese lange hin; Daunkam von Böhmen heran, General Laudon aber griff einen preußischenTransport von 4000 Wagen, der Belagerungsmaterial usw. heranführenso. Juni sollte, bei Domstadtl so erfolgreich an, daß sich nur 250 Wagen durch-schlagen konnten. Infolgedessen mußte Friedrich die Belagerung und da-->. Zu» mit alle weiteren Angriffsgedanken gegen Wien aufgeben und führte seineTruppen durch Böhmen nach Schlesien; er hatte aber doch, eben weil Dannnach Mähren gezogen war, sein Hauptziel erreicht, d. h. eine Ver-einigung der Österreicher und Russen unmöglich gemacht.Friedrich Die Russen hatten unter General Fermor zunächst das im vorigen°Rusi-n° Jahre aus Mangel an Lebensrnitteln wieder geräumte Ostpreußenabermals besetzt: ihre Pläne bekundete die Huldigung, die die Provinzder Zarin leisten mußte (22. Jan.). Dann zogen sie durch Polen nach derNeumark und hausten entsetzlich in der Gegend von Küstrin. Da eilte