Mittelalter.
H.. Vom Eintritt der Germanen in die Geschichtebis I. 843.
I. Beziehungen zwischen Germanen und Römern bis zur(sog.) Völkerwanderung.
Um 500 v. Chr. sitzen die Germanen*), ein Zweig des indogermanischenVölkerstammes, zwischen mittlerer Weichsel und Elbe. Von hierdehnen sie sich in den nächsten 500 Jahren bis über den Rheinund zur oberen Donau aus; das ist die westgermanische Wanderung,s.) 113—101. Der Cimbern- und Teutonenkrieg.
102. Vernichtung der Teutonen bei Aquä Sextiii,
101. Vernichtung der Cimbern bei Bercellä durch Marius.b) 58—51. Cäsar sperrt die Rheinlinie gegen die Germanenzüge.
58. Niederlage Ariovists, des Führers der Sueven, in der Gegendvon Mühlhausen. Cäsar bezwingt auch die Usipeter und Tenkterer,die gleichfalls schon über den Rhein gedrungen waren, und gehtselbst zur Abschreckung zweimal (55 und 53) über den Rhein,o) 12 v. Chr. bis 9 n. Ch. Die Römer versuchen vergeblichWestgermanien zu erobern und zu romanisieren. Drususdringt bis zur Elbe vor (12—9 v. Chr.).
Tiberius bringt durch kluge Benutzung des blendenden Ein-druckes römischer Pracht, Bildung und Macht auf die Germanenund durch Entfachung von Zwietracht unter denselben die Romani-sierung zwischen Rhein und Elbe in Gang.
S n. Chr. Armin befreit Deutschland von Rom durch seinen Siegüber Varus im Teutoburger Walde.
*) Die ältesten Nachrichten von den Germanen überliefert uns ein Grieche,Phtheas aus Massilia, der 320 v. Chr. zu Schiff an die Ostseeküste kam. Einenweiteren Bericht gibt uns der Grieche Poseidonios, der um 100 v. Chr. schrieb.Ausführlichere und zuverlässigere Schilderungen stamnien bekanntlich von Cäsarund Tacitus.