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Trachten und Sitten im Elsass / Text von A. Laugel ; Illustrationen von Ch. Spindler
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TRACHTEN UND SITTEN IM ELSASS

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Schuppen in Schleithal.

katholischen Ortschaften werden die Häubchen allgemein getragen. Hiersind sie aber nicht schwarz: es giebt ganz weisse wie in Schleithal und ganzblaue, wie in Oberrödern oder Aschbach; hier sind die Leinwandbänderweiss und werden unter dem Kinn zusammengeknöpft. Die Art undWeise, wie die Frauen ihre Haare tragen, ist sehr gleichförmig : das Haarwird in der Mitte gescheitelt, zu beiden Seiten flach bis über die Ohrengekämmt und im Nacken zu einem Nest zusammengesteckt, auf dem dasHäubchen aufsitzt. Diese Frisur ist sehr schwer zu machen; sie erfordertviel Zeit und Mühe. Uebrigens darf man nicht vergessen, dass trotz einergewissen Gleichförmigkeit in der gesamten Ausstaffierung doch zahlreichefeine Unterschiede in den Einzelheiten Vorkommen; gewisse Brusttücher,deren zahllose Falten auf dem Rücken mit einer Stecknadel zusammen-gehalten werden, und gewisse Halskrausen, die dicht übereinander liegendden Hals eng umhüllen, müssten besonders studiert werden; es ist garnicht so einfach, ihnen den originellen Geschmack abzugewinnen, derffinen eigen sein muss.

Sehr merkwürdige Häubchen tragen die jungen Mädchen in derUmgegend von Schleithal: dieselben umhüllen den ganzen Hinterkopf