TRACHTEN UND SITTEN IM ELSASS
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Bauernhaus in Schleithal.
einen starken Eindruck. Es schaut wirklich aus, wie wenn ein Regimentdahermarschiert, nur dass die Musik fehlt; man kann sich leicht vor-stellen, dass es nicht schwer halten kann, aus diesen kräftigen Leutenstramme und wohldisziplinierte Soldaten zu machen.
Dass man bei der Arbeit anders gekleidet ist, versteht sich vonselbst. Statt des Hutes setzt man häufig eine schwarzseidene Mützeauf oder eine Art Kappe aus gekräuselter, grauer Wolle mit breitenUmschlägen, die man bei grosser Kälte über die Ohren herabziehenkann. Dazu trägt man eine Weste über dem weissen Hemd, das amHalse mit einer kleinen, silbernen Schnalle zusammengehalten wird; dieBeinkleider sind in die Stiefel gesteckt. Das ist der Anzug, den derBauer bei seiner Feldarbeit trägt, und man darf mir glauben, dass erauch da ganz grossartig daherkommt, wenn er stolz auf dem Sattelpferdesitzt und in wahrhaft raffinierter Weise die überaus lange Peitscheknallen lässt. So führt er seinen Wagen Heu oder eine Fuhre Kartoffelnheim. Es ist ihm übrigens ziemlich gleichgültig, was er hinter sich hat,wenn nur seine Pferde frisch aussehen und den Wagen flott ziehen.Nicht selten habe ich einen Bauern gleich einem römischen'Triumphator,