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Trachten und Sitten im Elsass / Text von A. Laugel ; Illustrationen von Ch. Spindler
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48
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TRACHTEN UND SITTEN IM ELSASS

H. Rausflur.

B. ©rosse Stube.

C. Hieoven (Siehe Hb-

bildung Seite 33).

D. Küche.

6 . Kammer.

f. Schlafzimmer.

a. Creppe.

b. Jn die QXand ein-

gemauerte Bank(Siebe HbbildungSeite 31).

c. Cische.

d. Bettstellen.

e. Ofen.

f. Schschrank, ge-

baucht oder glatt.(Siebe HbbildungSeite 60).

g. Bachofen,

b.feuerstelle.

Grundriss eines Hauses in Schleithal.

Parteien. Manchmal wurde Geld gegeben, besonders an den Meier. Fastimmer aber bestand das Geschenk in Brot und einigen Mass Wein, wasdann zweifelsohne gemeinsam verzehrt wurde.

ein Sulzmatt begnügte man sich nicht mit einem Vesperbrot, derneue Kolone hatte hier vielmehr ein richtiges Antrittsessen zu geben. DieBeschreibung dieser Festlichkeit ist merkwürdig genug, um hier in ihrerganzen Ausdehnung wiedergegeben zu werden. Bevor sich der Meier unddie Kolonen zu Tische setzen, fragt der erstere den Wirt, ob er keinenWein habe. Alsdann werden nach altem Herkommen zwei Männer beauf-tragt, dessen Weine zu probieren. Ist der passende Wein ausgesucht, sowird aus dem Fass ein gewisses Mass in eine Weinbutte geschöpft unddiese neben den Esstisch gestellt. Der Weibel schöpft dann daraus miteinem Weinheber, soviel er bekommen kann, ohne den Heber oder dieWeinbutte zu neigen. Wenn der aufrechtstehende Heber sich nicht mehrfüllen lässt, braucht der Wirt keinen Wein mehr zu geben. Wenn der neueKolone keinen Wein hat, so wird das entsprechende Mass guter Qualitätgekauft und dann in der gleichen Weise, wie eben geschildert, verfahren.