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Trachten und Sitten im Elsass / Text von A. Laugel ; Illustrationen von Ch. Spindler
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TRACHTEN UND SITTEN IM ELSASS

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stattfindet, wo die meisten Messti im Untereisasse erst beginnen, währenddie oberrheinischen Kilben schon im Frühjahr ihren Anfang nehmen, wargewiss ursprünglich ein heidnischer Tanz, zu Ehren des Erntegottes undBeschützers der Viehzucht, als welchen Jakob Grimm in seiner «DeutschenMythologie» uns den so vielfach gestalteten und thätigen Wodtan zeigt.Der Hahn, das Sinnbild der Fruchtbarkeit, muss ihm heilig gewesen undihm zum Dank, nach der Ernte, als Opfer dargebracht worden sein.»

Späterhin, wenn wir vomErntefest in seinen verschie-denen, heute noch gebräuch-lichen Formen zu reden haben,wird sich Gelegenheit bieten,des näheren auf diese Fragezurückzukommen. Einstweilengehen wir ohne weiteres zuden Festlichkeiten über, dieder Karneval mit sich bringt.

Die drei letzten Tage des-selben pflegten früher zumancherlei merkwürdigen Ver-anstaltungen Anlass zu geben,die leider in unserer Zeitimmer mehr verschwinden. Zudiesen Belustigungen gehörenvor allem die Freudenfeuer, die so ziemlich überall gebräuchlich sma,gerade wie am Johannestage. Nur sind hier die Verse, mit denen dieSchuljungen die Holzscheiter einsammeln, sehr verschieden. So heisstes zum Beispiel:

Mädchen und Frauen aus Geispolsheim.

Stangelswalle, StrauOder d’Alte Frau.

oder :

Stroih, Stroihfer an alti FroiStängel, Stängelfer a Seeibangel,Stier, Stierfers Fasnachtsfier.

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