— sie sind dahin. Allein steht man jetzt infrostiger Nacht. Ungepflückt verdorrt das Blüm-chen dennoch. Der Prunk der Gefechte, derRuhm der Schlachten/ von selbst verkürzt sichAlles und die Tage des Lebens nehmen nichtzu. Alles geht vorüber, nur die Seh n such tbleibt.
Schwert. Viele Menschenleben mit sei-nen Schöpfungen zerreibt der Sturm, doch wasgeistig wahr ist, kann nicht mehr untergehen.Unwandelbar und ungestört rollt die Wahrheitin ihrer Bahn fort, in ihrem Kreise auf undnieder, und ruhig lächelnd blickt sie auf den wil-den Tumult der Leidenschaften von ihrer Höheherab. Die Sonne reift alles. Und die Mor-genröthe , welche der Reuterei zu einem freienLeben aufgegangen , kann keine optische Täuschungwerden, denn in ihr selbst liegt die höhere Natur,der sie nur folgen und ihr Wirklichkeit gebendarf. Das Vollendete erblickt man schon imhöchsten Glänze. Stoff und Form wirdvon Innen her durch eine lebendige Seele be-lebt, und derselbe Geist, der ihr^Leben einhaucht,