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Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
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65
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JOSEPH TARVIS, KAIRO.

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Das Land der Pharaonen hat in Joseph Paiivis,Kairo, einen tüchtigen Vertreter seiner Möbel-industrie, der wie auf früheren Ausstellungen so

auch auf der diesjährigen reiehe Bewunderungerntet. Der Stil seiner Möbel, der von denFormen, an die unser Auge gewöhnt ist, mehr

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oder weniger abweioht, zeigt in seinem Charakter etwas von dem ernsten,zum Diistern geneigten Sinn des Volkes, das noeh heute nicht ganz der Ge-wohnheit entsagt hat, seine Kunstwerke, namentlich seine Denkmäler u. dergl.so grossartig und massig darzustellen, dass sie einen überwältigenden Ein-

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druck machen. Die Möbel, welche Parvis ausstellt, sind fast durchweg indunklem Holz gearbeitet mit Ornamenten in Perlmutter, Elfenbein undfeinen hellen Holzarten, die, in das dunkle IIolz eingelegt, eine um soschönere Wirkung haben, als die Zeichnung mit vielem Geschmack arabischeoder maurische Motive verwerthet, die in ihrer fremdartigen Schönheit un-gemein ansprechend sind.

die schönsten Erzeugnisse der Thonbildncrei in die Gruft mitgaben, sowie der andere Krauch, die Asche der Todten inUrnen zu sammeln, haben uns jene, im Gefolge der Kriegszügein alle Länder verstreuten Ueberreste der alten Kunst erhalten,ohne die wir uns die wunderbare Schönheit der klassischenGefässe nie vorzustellen vermocht hätten.

Namentlich in England hat die Zeit der Römerherrschaftin unglaublicher Anzahl derartige Spuren zurückgelassen, kost-bare Schöpfungen, die in den europäischen Museen der In-

dustrie der Gegenwart als wohlbcrechtigtc Vorbilder dienen.Wir stehen staunend vor diesen Kunstwerken, denen wir inder vollkommenen Regelmässigkeit der Linien, in der kühnenFreiheit der Komposition, in der Zartheit und Zierlichkeit derOrnamente kaum etwas an die Seite zu stellen haben. Unddoch vermochte diese glänzende Keramik der klassischen Pe-riode kein-vollkommen dichtes Gefäss zu schaffen. Das lehrtenuns erst die Araber, denen wir überhaupt die wichtigstenGrundlagen der Erfahrungswissenschaften verdanken. Von ihnen

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PARISER WELTAUSSTELLUNG. I.