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NATION AL-M AN U FA CT U U, BEAUVAIS.
Jeder einzelne Gegenstand der Ausstellung, durch welchedie National - Masufactur zu Beauvais auf dem Marsfeldeglänzend vertreten ist, ist so prächtig, mit so staunenswerthemFleisse ausgeführt, dass man sich ein längeres Verweilen bei
gemeinsamen Mittelpunkt, eine Vase, die sich von gleichfallsblätterumranktem Piedestal erhebt. Zwei Büsten treten zurRechten und Linken aus dem Blumengewirr hervor, das sichvoll Harmonie in immer kunstvollem aber niemals gekünsteltem
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demselben gönnen und eine ausführliche Beschreibung desselbengeben möchte. Der eng zugemessene Raum verbietet uns aberhier Auseinandersetzungen, die wir jedoch in einem spätem
Arrangement über den Grund hinzieht. Der geniale KünstlerJ. Dieteri.e, der den Entwurf zu diesen Gobelins zeichnete,zeigt uns, dass er auch die Früchte, die sich nicht mit der-
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Feuilleton zu geben gedenken. Mir wählen für dieses Blattzwei Gobelins, die für Ruhebetten bestimmt sind. Auf dunklemGrunde schlingen sich in tief gesättigten und doch zart nu-ancirten F'arben Blumen und Arabesken ineinander um den
selben leichten Anmuth anbringen lassen wie die duftigerenBlumen, für das schöne Gewebe gleich gut zu verwerthenweiss; die von Arabesken umrahmten Fruchtstücke sind inZeichnung und Colorit von überraschender Naturwahrheit.
namentlich der von Rouen und Moustiers, zur Aufgabe ge-macht haben, ist vor allem Rousseau zu nennen. Mit Ver-gnügen verweilt endlich das Auge auf den ausgestellten Por-zellanblumen, den reizenden Bouquets von Woodcock, denRosen von Pinot, den l’liederblüten von Gihaud.
Das Urtlieil des kritisch gebildeten Ausstellungsbesuchersfä 11t schliesslich dahin aus, dass in den Erzeugnissen der fran-zösisclien Keramik, trotz mancher Erscheinungen einer falschenGeschmacksrichtung, ein wesentlicher Fortschritt in Form,Zeichnung und Colorit erkennbar ist. Als ein bemerkens-werther Zug der Ausstellung muss die moderne Verwendung
des kunstvoll bemalten Porzellans zur Decoration der Uhrge-häuse hervorgehoben werden.
Nach all dem Herrlichen, was China, Japan, England undFrankreich geboten haben, erscheinen die Beiträge der übrigenNationen beinahe geringfügig und können wir daher, ohneuns der Parteilichkeit schuldig zu machen, über den grösstenTheil derselben mit kurzen Worten hinweggehen.
Wenn der Rückblick in die historische Vergangenheit über-haupt als ein unbedingtes Erforderniss für das klare Ver-ständniss der Gegenwart angesehen werden muss, so gilt diesvorzugsweise von der Kunstkeramik Italiens, die auf der