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Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
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NATIONAL - MANUFACTUR, SfcVRES.

In (len Kunsterzeugnissen der Fa-

brik von Sevres, deren reicher Col-

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lection wir die Gegenstände unsrer

Abbildung — fünf präolitige Vasen — ent-nehmen, tritt die französische Keramikin ihrer ganzen Kraft und Schönheit auf.An Naturtreue der Malereien und anstilistischer Strenge der Formen über-treffen diese Schöpfungen der Gegenwart

nicht selten selbst die kostbaren Gefässe,die man in Frankreich als „vieux sevres“zu bezeichnen pflegt. Besonders be-merkenswerth ist die die Mitte der Ab-bildung einnehmende Vase, ein Ehren-geschenk der Stadt Paris in Anerkennung

der von Mr. John Wills der Ausstellung im

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besondern, sowie der Gartenbaukunst im

allgemeinen geleisteten Dienste.

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In keinem Lande leistet die chemische Wissenschaft derGlasindustrie so wichtige Dienste als in Frankreich. Eine Er-rungenschaft derselben bilden auch die künstlichen Edelsteine,die ungleich härter und farbenprächtiger als die anderer Län-der und den echten Steinen viel ähnlicher sind. Als Ergeb-nis der von Feil & Freüby unternommenen chemischen Ver-suche waren künstliche Edelsteine aus einer milchweissen perl-mutterartigen Glasmasse ausgestellt. Auch die Imitation derechten Perlen ist in Frankreich zu einer Kunst entwickelt, dieselbst den Kenner zu täuschen vermag.

Die österreichische Ausstellung erhielt ihr eigentlichescharakteristisches Gepräge durch die qualitative und quantita-

tive Bedeutung des böhmischen Glases. Einerseits stellte dasherrliche Material in seiner reinen Farblosigkeit und dem Glanzder krystallinischen Schleifung, in den gediegenen Formen undstilvollen Ornamenten die vollkommenste Nachahmung desechten Krystalls dar, wie es andererseits durch feines Coloritund heiteres Farbenspiel wirkte. Mit Recht wurde namentlichdas irisirende Glas bewundert, das schon in Philadelphia undMünchen Aufsehen machte und bald gleich einer bunten Seifen-blase, bald gleich durchsichtigem Golde, bald grünlich wie dasGefieder des Kolibri schillert. Aus einem Briefe des römischenKaisers Hadrian glaubt man schliessen zu dürfen, dass schonzu Anfang des zweiten Jahrhunderts unserer Zeitrechnung