Buch 
Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
Entstehung
Seite
37
JPEG-Download
 

PLAMBECK & DARKIN, LONDON.

Schon vor fast zwei Jahrzehnten wurden Versuche gemacht, Dampf-maschinen mit bedeutender Leistungsfähigkeit dadurch möglichst coni-pendios zu gestalten, dass man mehrere Cylimler in einem Gehäusevereinigte und die Bewegung vom Kolben ohne viele Zwischencylinder

Figuren einen Längen- und einen Querschnitt durch dieCylinder geben, deren Anordnung aus letzterem deutlichzu ersehen ist. ln jedem der sechs Cylinder befindet sichein hohler Kolben, der mit einer stumpf konischen End-

mpjuyww

mm

direct auf die Welle übertrug. Namentlich war es ein deutscherIngenieur Voss,' der mehrere Constructionen dieser Art entwarf. DieseIdee wurde neuerdings wieder mitgenommen, und besondersiiulerS eoh s-c y 1 inde rm ascli in e von West zum Ausdruck gebracht. Die bei-stehenden Holzschnitte zeigen diese (.'oiistruction, wie solche seit einigenJahren nach West’s Patent von Plamjieck & Dakkin in London mit

fläche versehen ist, und seinen Druck an die schief liegendeScheibe abgibt, durch welche mittelst des in einer cen-trischen Verlängerung der Scheibe befestigten Kurbel-zapfens die Bewegung auf die Trielnvelle übertragen wird.

ff. . .

W H

■DiiillOU-'luijii;’

Erfolg ausgeführt wird. In unserni ersten Holzschnitt bringen wireine Ansicht der ganzen Maschine, der zweite repräsentirt einenQuerschnitt durch den Steuerungsapparat, während die beiden untern

Da immer drei Kolben mit der Triebscheibe in Berührungstehen, kommt ein sogenannter todtcr Punkt an der Ma-schine nicht vor und wird daher ein Schwungrad überflüssig.

von grösster Wichtigkeit, den Haupttheil des Mechanismusvon denjenigen Theilcn zu unterscheiden, welche nicht un-mittelbar zum Endresultate beitragen. Es ist erstaunlich, wieeinfach das Bewegungsmomont erscheint, wenn cs sich abge-sondert von allem Nebensächlichen darstellt.

Je deutlicher dieses dreifache Ergebnis» vor dem geistigenAuge des Beschauers stellt, desto mehr wird ihm die innerlicheBefriedigung zum Bewusstsein kommen, die jeder^ strebsameMensch über vermehrtes Wissen oder Können empfindet.

Ein weiterer Schritt auf dem bezeiohneten V ege ist das

Verständnis» für die Combination einzelner Maschinen zu einemsystematischen (tanzen. Auch dieses ist leicht zu gewinnen,wenn man nur den Gegenstand fest ins Auge fassen will.

Nehmen wir als Beispiel die Maschinen eines der wichtigstenGcwerbszweige: die liaumwolltäbrikation; einmal, weil dieselbenauf der Pariser Ausstellung besonders zahlreich vertreten sind,und dann, weil sie ancrkaiintermaassen die Entwickelung desFabrikwesens am meisten gefördert haben. Ausserdem weisendiese Maschinen mehr Erfindungen und Verbesserungen aufund repräsentiren folglich eine grössere Summe von Intelligenz