Buch 
Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
Entstehung
Seite
58
JPEG-Download
 

58

A. MILLOT, ZÜRICH.

Um die theure Handarbeitlängst auf den Ge-danken, zumSchärfen derMühlsteine Ma-schinen in An-wendung zu brin-gen. Man hat auchin den letzten zehn*

Jahren eine grosseAnzahl derselbennach den verschie-densten I’rin-cipien construirt.

Nur wenigen ge-lang es, ihre Le-bensfähigkeit zubeweisen und sichauf die Dauer ein-zubürgern. Zudiesen wenigengehört die vonA. Millot, Zürich,ausgestellte Uni-versal-Mübl-steinschärfma-s cliine, welchein ihren Leistun-gen allen Anforde-rungen der Praxisentspricht. DieMaschine lässt sichleicht auf jedemMühlsteine auf-stellen und fürFurchen von be-liebiger Exeentri-cität benutzen.

In einem verti-calen in dem Augedes Mühlsteins'be-festigten Gestellist eine verticaleWelle gelagert,welche vermittelsteiner am oberenEnde der Weile be-findlichen Schnur-

zu ersparen, kam man schon | scheibe in Umdrehung versetzt wird.

Durch eine zweite unter-halb der ersterensitzende Sclinur-scheibc wird dieRotation auf dasWerkzeug über-tragen,welches auseinem mit 12000Touren per Minuterotirenden Dia-manten besteht.Durch eine eigen-thümliche selbst-tliätig arbeitendeVorrichtung wirdderselbe auf einemSupport in radia-len Linien geführtund auch nachVollendung jederLinie um die ent-sprechende Ent-fernung weiter ge-rückt. Dabei ist zubemerken, dassdie Maschine auchinsofern den An-forderungen derPraxis genügt, alsdieselbe dieSchärflinien um soenger legt, je näherdieselben demCentrum desSteines kommen.Um einen Stein zuschärfen, bedarfdie Maschine nochnicht ganz einerStunde. Der Kraft-bedarf der Maschi-ne ist nicht hochanzuschlagen unddie Aufstellungund Handhabungderselben höchsteinfach.

DOBSON & BARLOVV, BOLTON.

hängende Leitung, durch welche das Wasser, das sich in demHoden ansammelt, ablaufen kann, und werden nun wieder mitErde bedeckt. Der jetzt in verschiedenen verbesserten Systemenconstruirte Drainirpflug gab die erste Anregung zum Dampfpflug,den wir später beschreiben werden.

Die Erfindung des Pfluges reicht bis in die graue Vorzeitzurück, doch wurde derselbe Jahrhunderte lang ziemlich un-verändert in der primitivsten Form gebaut und benützt; erst

der Neuzeit war es Vorbehalten, seine Construction zweck-mässiger zu gestalten. Die gewöhnlichen Pflüge sind im all-gemeinen so bekannt, dass sie keine besondere Beschreibungerfordern. Dieselben werden aus Eisen oder Eisen und Holzconstruirt; am meisten sind jedoch gegenwärtig die stählernenPflüge in Gebrauch, und bei allen besseren Constructionen be-stehen wenigstens die arbeitenden Theile aus Stahl. Ein Haupt-moment in der Unterscheidung der verschiedenen Systeme liegt