UNITED STATES WIND-MILL, ENGINE & PUMP CO., BATAVIA (ILLINOIS).
für Viehställe Wasserleitungen, Wasserstationen, zum Betriebevon allen Arten Arbeitsinaseliinen etc. der Windmotor vonllalladay benutzt. Die Vorzüge dieses von der U. S. Wind-Milt.Engine & Pump Co., Batavia (Illinois), in Paris ausgestelltenWindmotors, welchen wir in den beistehenden Figuren zurAnschauung bringen, bestehen vor allem darin, dass derselbeauch bei schwachem Winde funetionirt und dass durch einesich selbst regulirende sinnreiche Vorrichtung, welche an diesemApparate angebracht ist, das Windrad selbst bei dem stärkstenSturm eine gewisse lourenzalil nicht überschreitet, wie es auchbei geringem Winde die normale Tourenzahl beibehält, sodassein fast gleiehmässiger Gang der dadurch betriebenen Ma-schinen erzielt wird.
Mehrere Seetoreubilden das eigentlicheWindrad und diese sindeinfach von schräg ge-stellten Holzplatten ge-bildet , welche nichtbis zum Mittelpunktedes ltades reichen, son-dern im Centrum etwaein Drittel des Rad-durchmessers frei sind.
Zur Erreichung dergleichen Touren-zahl bei verschiedenerWindstärke ist der Hal-laday’sche Windmotormit einer eigenthüm-lichen V orrichtung ver-sehen , welche derartwirkt, dass die Stellungder Flügel bei Ueber-steigung einer gewissenWindstärke eine solchewird, dass dem Windeweniger Angriffsflächegeboten wird. Beinormaler Windstärkenimmt das Windrad dieStellung in der erstenFigur S. (14 ein. So-bald aber der Windstärker wird, wirkt derdie Regulirung vermit-telnde Mechanismus soauf die Windfiügel, dassdieselben die in derzweiten Figur ersicht-liche parapluieartigeStellung bekommen, inwelcher sie dem Windeweniger Angriffsflächebieten und demzufolgedas Windrad nicht indem Verhältniss umseine Achse rotirt, alses der Stärke des Win-des entspricht. Der die-sem Zwecke dienendeMechanismus bestehtaus einem Schieber und seinen mit den Windflügeln in Ver-bindung stehenden Stangen. Der Schieber ist mit einemWinkelhebel verbunden, der wieder mit einer Anzahl kleinererHebel in Verbindung steht, an deren Enden sich Stäbe be-finden, die nach dem Centrum der einzelnen Flügel gehen.Je nachdem nun der gabelförmige Mittelhebel gehoben odergesenkt wird, drehen die Stäbe die V iudflügel. Am äussernEnde, also an der Peripherie des Windrades, trägt jeder ein-zelne Stab ein verschiebbares Gewicht, welches infolge seinerSchwungkraft den Flügel um eine gegen die Achse des Wind-rades senkrecht stehende Achse dreht, und zwar umsomehr,je grösser die Rotationsgeschwindigkeit des Windrades, ver-
anlasst durch die grössere Kraft des Windes, wird. Die Wir-kung der Stäbe mit ihren Gewichten ist ähnlich wie die dergewöhnlichen Regulatoren bei Dampfmaschinen. Sobald derDruck des Windes sich vermindert, werden die Flügel durchden Hebel, an welchem ein Gewicht aufgehängt ist, stetswieder in die Radebene zurückgeführt. Durch Verschiebungdes Gewichtes auf dem Mittelhebel lässt sich der Maximaldruckdes Windes, bei welchem die Flügel noch in der Radebeneliegen sollen, beliebig reguliren-
Ein zweiter Hebel, der über dem eben erwähnten liegt,dient dazu, das Windrad von unten aus zum Stillstand zubringen. Durch das Ilertinterziehen einer mit dem Hebel
in Verbindung stehen-den Stange kann demRade eine solche Stel-lung gegeben werden,wie ihm dieselbe dervermehrte Winddruckgibt.
In Fällen, wo die-ser Windmotor zumWasserpumpen benutztwird und wo man stetsein gewisses QuantumWasser im Vorrath nö-tliig hat, leitet man dasWasser in ein Reser-voir. Damit der Motor,wenn dasselbe vollge-pumpt ist, selbstthätigausser Thätigkeit ge-setzt werde, fiiesst das"Wasser durch eineRohrleitung aus demvollen Reservoir in einGefäss, das auf der nachunten gehenden Stangedes Regulator-Hebelsaufgehängt ist und des-sen Gewicht, sobald esmit Wasser angefülltist, hinreicht, so aufden Hebel zu wirken,dass er den Motorausser Thätigkeit setzt.Um nun den Motorohne menschliche Bei-hülfe nach einer be-stimmten Zeit wiedervon selbst in Thätig-keit zu setzen, ist die-ses Gefäss mit einerkleinen Oeffhung ver-sehen, aus welcher dasWasser allmählich ab-fliesst; wenn es leerist, fängt das Windradselbstthätig wieder ansich zu bewegen.
In dem Holzschnittauf S. 05 sehen wir denHalladay’schen Wind-motor auf einem Gebäude angebracht und. in demselben ver-schiedene Maschinen getrieben. Wir sehen hier auch eindoppeltes Windrad. Ein Doppelrad wird dann nothwendig,wenn der Motor in einer solchen Stärke ausgeführt werdensoll, dass das Windrad 4 Meter im Durchmesser überschreitet.In diesem Falle behilft man sich damit, dass man zwei Wind-räder hintereinander anbringt, um die Zerbrechlichkeit undgeringere Beweglichkeit, welche die Räder mit einer grössernals der angeführten Dimension zeigen, zu vermeiden.
Derartige Windmotoren können u. a. bezogen werden vonEduard Theisen in Leipzig; Friedlander & Frank,Wien, Hintere Zollamtsstrasse !).
HALIiw-V patent,
U.SwiND
BATA VIA. I Llls
Pflüge construirt, die eine Art Schollen herstellen, welche den-jenigen gleichen, die bei Bearbeitung mittelst des Ilandspatensentstehen.
Den verschiedensten Zwecken dienen die Eggen, die denBoden nach der Bearbeitung mit dem Pfluge pulvern und ebnen,die auf der Oberfläche liegenden Erdklösse zertrümmern, denDünger vertheilen und unter die Erde mischen und das Unkrautzerstören. Die Hauptaufgabe bei der Construction dieser Ap-parate besteht darin, die Zähne oder Zinken derartig anzuordneu,
dass jeder derselben eine Linie zieht, welche von den beidennebenstehenden Reihen gleich weit entfernt ist. Man unter-scheidet leichte, schwere, dreieckige, Expansion,s-, Zickzaekeggenu. s. w., die jedoch in der Hauptsache alle aus einem Rahmenmit mehr oder weniger gekrümmten Zähnen oder auch Scheibenoder Ringen bestehen, die am vorteilhaftesten aus Schmiede-eisen gefertigt und mit dem Rahmen verschraubt werden,llauptunterschiede der Construction beruhen auf der verschieden-artigen Anordnung der Zähne, der Eggensätze oder auch der
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PARISER WELTAUSSTELLUNG. II.