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Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
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BRUNTON & TRIER, BATTERSEA, LONDON.

Schon seit Jahren macht man Versuche, die Bausteinemittelst Maschinen zu bearbeiten, die jedoch^ nur teilweise zubefriedigenden Resultaten geführt haben. Es ist begreiflich,dass die ersten Constructionen der Maschinen für Steinbe-arbeitung eine Imitation der Handarbeit bildeten und demzu-folge eine solche Maschine eine Zusammenstellung von einergrossen Anzahl pickenartiger Werkzeuge war, mittelst welcherder Stein ganz ähnlich wie bei der Handarbeit behauen wurde.Ein anderes System imitirte die Maschinen, welche man zumHobeln des Holzes anwendete. Es ist aber klar, dass ein grosserUnterschied darin besteht, von einem Stück Holz Späne abzu-

lieferte damit den Beweis, dass es ihr wirklich gelungen ist,das Problem der Steinbearbeitung mittelst Maschinen auf diebefriedigendste Weise zu lösen.

Unsere Abbildungen zeigen zwei Maschinen desselben Systemsaber verschiedener Construction. In den nächstfolgenden zweiHolzschnitten ist die Maschine dargestellt, welche in Paris exponirtist. Dieselbe besteht aus zwei Ilaupttheilen: einem beweglichenTisch, auf welchem der zu bearbeitende Stein festgespannt wird,und einem Spindelstock, ähnlich dem einer Drehbank, welchereine Art grosser Planscheibe trägt, an der sich die arbeitendenScheibenmesser befinden. Die in der Zeichnung gut ersieht-

lösen und von einem Steine grössere oder kleinere Stückeabzuschlagen; denn nur so kann man sich die Bearbeitungdes Steines auf die eine oder andere Weise ausgeführt denken.

Auch jetzt noch werden Maschinen nach diesem Principgebaut; ob sie sich aber für die Zukunft werden behauptenkönnen, ist sehr fraglich.

Wie man bei verschiedenen anderen Proceduren die Nach-ahmung der Handarbeit oder für andere Materialien ange-wendeter Maschinenarbeit mit Glück vermieden und eine derWirkung der Maschine sowie der Structur des zu bearbeiten-den Materials besser angepasste Arbeitsweise einführte, so war

liehen, scheibenförmigen Messer erhalten eine doppelte Be-wegung , eine Drehung um sich selbst und zugleich eine Drehungum die gemeinschaftliche Achse. Die Combination dieser Be-wegungen ist es, welche die guten Resultate hervorbringt, diemit der Maschine erzielt werden.

Das Verhältniss der beiden Geschwindigkeiten ist so ge-wählt, dass die Scheibenmesser eine rollende Bewegung aufdem Stein machen, wodurch zwischen Messer und Stein sehrwenig Reibung stattfindet, was daran ersichtlich ist, dass dieMesser absolut kalt bleiben, ihre Schärfe lange Zeit behaltenund dass selbst bei Bearbeitung der härtesten Steine keine

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es auch bei dem in Rede stehenden Verfahren der Fall. DieHerren Brünton & Trier, Battersea Foundry, Battersea,London, schlugen bei der Herstellung ihrer Steinbearbeitungs-maschine einen vom Hergebrachten ganz abweichenden Wegein, verwarfen die Anwendung der Picken und Messerköpfeund führten statt derselben zur Bearbeitung des Steines rotirendeScheiben ein, wodurch sich die ganze Anordnung der Maschineviel einfacher und, wie sich bald herausstellte, auch zweck-mässiger gestaltete.

Eine solche rotirende Steinbearbeitungsmaschinebrachte die genannte Firma auf die Pariser Ausstellung und

Funken sichtbar werden.

Wie die Holzschnitte auf dieser Seite zeigen, befinden sich ander linsenförmigen Werkzeugscheibe zwölf Seheibenmesser, dieauf drehbaren Scheiben so befestigt sind, dass ihre scharfenKanten schräg gegen den Stein arbeiten. Die Werkzeugscheibeist auf der hohlen Hauptspindel der Maschine befestigt underhält ihre rotirende Bewegung mittelst einer grossen Riemen-scheibe. Innerhalb der hohlen Spindel liegt eine massiveAchse, auf der im Innern der Werkzeugscheibe ein grossesKegelrad aufgekeilt ist, in welches zwölf auf den Messerspindelnsitzende kleine Kegelräder eingreifen; diese werden in Be-

Motoren, -welche auf einem leichten Boden nicht fahren können.Ueberdies ist diese Culturmascliine immer noch zu wenig uni-versell. Andererseits hat dieselbe so grosse Vorzüge, dass sienicht nur in England, dessen wirtschaftlichen Verhältnissensie besonders angepasst ist, weite Verbreitung gefunden, sondernauch in Deutschland und Oesterreich sich für grössere Wirt-schaften , die namentlich eine Vertiefung ihrer Ackerkrumenotwendig haben, als durchaus praktisch bewährt hat. Damit

ist die Brauchbarkeit dieses Apparates für bestimmte Verhält-nisse festgestellt; um denselben zum Gemeingut der landwirt-schaftlichen Industrie zu machen, ihm einen universellenCharakter zu geben, bedarf es einer bedeutend vereinfachtenConstruction, die nach einer Ansicht auf Grund des jetzt ge-bräuchlichen Systems aufgebaut werden kann, nach andererMeinung dasselbe völlig verwerfen und das directe Systemadoptiren muss, bei welchem die Culturgeräthe unmittelbar an