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L. POPO VITS, MARCHEGG.
2 ZUGE
Der von Lazar Popovits, Stationschef der österr. Staats-Eisenbahn-Gesellschaft in Marchego, erfundene transportableBahnhof, „Glorine“ genannt, ist ein sinnreiches, einfachconstruirtes Schienensystem, das sich jeder Configuration desTerrains an-schmiegt undden Zweck hat,sowol imFrieden alsauch im Kriegeeine grosseAnzahl vonTruppen allerWaffengat-tungen vonjedem be-liebigen an derEisenbahn ge-legenen Punkte nach jeder Bahnrichtung befördern zu können.Die Form der Bahn ist aus der beistehenden Zeichnung er-sichtlich. Den Kern bildet ein Kreis oder eine Ellipse, von
wo aus Verbindungsgeleise mit der Hauptbahn, sowie zweisogenannte Sturzgeleise abzweigen. Dort, wo Kreis- undHauptgeleise sich am nächsten kommen, liegen die Zelte oderGebäude des Etappen-Commandos. Uebt man im Frieden die
Mannschaften
Wien
R=20 0
I ZUG
I ZUG
Fahrbahn
im Legen derSchienen ein,so kann manim Bedarfsfälledie „Glorine“leicht inner-halb 24 Stun-den herstellen;in derselbenZeit ist manim Stande 72Züge zu be-fördern. Ver-suche , die auf der Weltausstellung zu Philadelphia mit diesemtransportablen Bahnhof gemacht worden sind, haben sehrgünstige Resultate ergeben.
Pest
G. BERNHARDT, WIEN.
Für kleinere Druckereien, hauptsächlich zur Herstellungvon Accidenzarbeiten, eignet sich sehr gut die von GottfriedBernhardt in Wien ausgestellte Tiegeldruck - Schnell-presse. Dieselbe ist nach dem amerikanischen System von
lieh bedeutenden Import amerikanischer Originale der Aus-steller in kürzester Zeit (bis Ende 1877) 50 Exemplare dieserMaschine zu liefern hatte. Die Presse lässt sich sehr leichtbedienen, sie wird wie aus der Abbildung zu ersehen ist, durch
Degener & Weiler verbessert worden. Durch ihre Billigkeit,compendiöse Anordnung und dabei doch grosse Leistungs-fähigkeit hat sie sich rasch eingeführt, sodass neben dem ziem-
Treten mit dem Fusse in Bewegung gesetzt und kann bei ihrereinfachen Bauart selbst von ungeübten Händen kaum in Un-ordnung gebracht werden.
gehörigen Apparaten durch eigene Betriebskraft der Locomo-tiven leicht transportabel ist. Ueber die Leistungen des Dampf-pfluges geben die Berechnungen Auskunft, welche als Resultatergeben, dass zwei solcher Maschinen mit 20 (nominellen)Pferdekräften soviel leisten wie 107 Pferde.
Ein besonderer Vorzug des Fowler’sclien Zweimaschinen-systems vor dem Howard’schen besteht in der Verwendung
horizontaler Seiltrommeln, welche dem Seile gestatten, jedebeliebige Richtung anzunehmen, während bei den Howard’schenverticalen Seiltrommeln jede Abweichung von der Richtung,die nicht in der Verticalebene der Trommel liegt, schädlichenWiderstand und erhöhte Abnutzung des Seiles verursacht undüberdies noch Leitrollen nöthig macht.
Wird das vorbeschriebene System auch im ganzen als das