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Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
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73
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Der Mühlentechniker und Maschinenfabrikant S.Wien hat sich schon seit Jahrendurch seine originellen Er-findungen auf dem Gebiete desMühlenwesens in allen Fach-kreisen ein wohlverdientes Re-nommee erworben. Auch dievou ihm in Daris ausgestelltenMaschinen sind in jeder Be-ziehung geeignet, diesen gutenRuf zu rechtfertigen; sie sindingeniös construirt und zeigenin ihrer Ausführung die nöthigeSolidität und Eleganz.

Wir geben in dem beistehen-den ersten Holzschnitt die Ab-bildung einer verbesserten Uni-versal- Getreide-Sehrot-u n d S c h n e i d e m a s c h i n e nachdem System Pini. Diese Maschinewird für Hochmüllerei als reineSchneidemaschine, für die so-genannte Halbhochmüllerei alsSchneide- und Schrotmaschineund endlich noch als Auf lösestuhlcombinirt mit Bürstenwalze zumZweck des Auflösens der grobenund feinen Griese gebaut.

Diebeiden andern Abbildungenzeigen den Pini’schen Scheiben-walzenstuhl. Derselbe bestehtin der Hauptsache aus einerScheibe, gegen welche sich von

Tini in | beiden Seiten zwei Walzen leicht anpressen. Das zu mahlende

Getreide wird zwischen Scheibeund Walze eingelassen, es findetalso eine doppelte Arbeit statt,wodurch man nicht allein höhereLeistung, sondern auch deu Vor-theil erzielt, dass der einseitigeDruck gegen die Mahlseheibeaufgehoben wird. Scheibe undWalzen sind aus Hartguss her-gestellt und können jahrelanglaufen, ohne Reparaturen zuerfordern. Die Maschine lässtsich gleich gut für Hoch- wiefür Flachmüllerei uud ebensofür Weizen wie für Roggen an-wenden, auch kann man , aufderselben sowol die ganzen alsauch die geschnittenen und vor-geschroteten Körner vermahlen.Dabei übersteigt die erforderlicheBetriebskraft kaum 2 Pferde,welchem Kraftbedarf eiue Lei-stung von 25000 bis 30000 Kilogr.Schrot per 24 Stunden gegen-iibers teilt.

Für Deutschland wurde dieAusführung der Pini’schen Ma-schine von der SächsischenMaschinenfabrik in Chemnitz, fürdie Schweiz von der Maschinen-werkstätte St. Georgen bei St.Gallen übernommen.

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beim Fahren verhindern sollen. Unter dem Kessel der Ma-schinen ist eine Windetrommel angeordnet, aul welcher sichdas Drahtseil aufwickelt, an das der Cultivator oder sonst einzur Verwendnng kommender Apparat befestigt ist. Die Winde-troinmel der in Betrieb gesetzten Maschine zieht den Pflug zusich hin, indem sie das Seil aufwindet, während die Winde-trommel der andern Maschine sich inzwischen lose auf ihrerAchse befindet und das dem Cultivator nachfolgende Seil aus- jwirft. Ist der Pflug bei der arbeitenden Maschine angelangt,so fährt die leztere um die Breite der gezogenen Furchen vor;der je nach seiner besonderen Construction gewendete oder

in entgegengesetzter Richtung eingestellte Pflug wird in dieneue Furchenreihe eingelenkt, worauf die andere Maschine inBetrieb gesetzt wird und nun ihrerseits den Cultivator zu sichhinzieht.

Die Vorzüge dieses Zweimaschinensystems gegenüber älterenDampfpflügen bestehen namentlich darin, dass das Seil nicht,wie bei dem Rundumsystem, sehr lang sein muss, und da esnur sehr wenig von der geradlinigen Richtung abgebeugt wird,Seilbrüche nicht zu befürchten sind, dass die Inbetriebsetzungdes ganzen Apparates ohne weiteres, d. h. ohne besondereAnlage erfolgen kann, und dass die Maschine nebst allen zu-

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PAKISEK WELTAUSSTELLUNG. II.