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Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
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A. DUVERGIER, LYON.

Von besonderer Wichtigkeit ist die Dampfmaschineals Motor zum Fortbewegen der Schiffe. Hat dieseAnwendungsweiso auch das Grundpi'incip der Maschinenicht ändern können,so bedingt doch dieForm des Schiffes so-wol wie nicht min-der die Art des Fortbe-wegungsmechanismus,sei es Schaufelrad oderSchraube, eine so ver-änderte Anordnungder Dampfmaschine inihrer Anwendung alsSchiffsmaschine, dasssich meistens ein ganzbedeutender und nichtnur äusserlicher Unter-schied zwischen dieserund der feststehendenDampfmaschine ergibt.

Da wo ein Schaufelradden Bewegungsmecha-nismus bildet, wo alsodie in Drehung zu ver-setzende Welle in ziemlicher Höhe über dem Kiel desSchiffes liegt, stehen die Cylinder unterhalb derselbenfest oder sie oscilliren um eine Querachse mit jenen.Bei Schraubendampfschiffen dagegen liegt die Welle

im Schiff an der tiefsten Stelle und die Cylinderbefinden sich je nach dem vorhandenen Baum seit-wärts oder auch mehr oder weniger oberhalb der-selben. Der letztereFall ist aus den bei-den obern Abbildun-gen dieser und derfolgenden Seite ersicht-lich, die uns zwei An-sichten einer kleinernSchiffsdampf-Ma-schine von A. Du-vergier, Lyon, geben.Diese Maschinen be-finden sich aufmelirernfür den Verkehr aufder Seine bei Paris ge-bauten Dampfschiffenin Betrieb. Wie dieFiguren erkennen las-sen, sind die Cylinderunter fast 90° Neigunggegeneinander gela-gert. Ein solides Ge-stell vereinigt beide,indem es zugleich die für alle andern festen und be-weglichen Maschinentheile erforderlichen festen Unter-stützungspunkte darbietet. Die unten liegende Welle 'ist die Schraubenwelle des Schiffes.

R. HORNSBY & SONS*, GRANTHAM.

Eine neue Construction tritt uns in der nebenstehend abgebildetenHeckenschneidemaschine von K. Hornsby & Sons, Grantham(England), entgegen. Erfreut dieselbe sich auch noch nicht einerso grossen Verbreitung wie etwa die Mähemaschinen, so hat dieselbedoch durch gute Arbeit und grosse Leistungsfähigkeit schoD mehr-fach ihre Existenzberechtigung nachgewiesen.

Zwei Laufräder, die durch den Zug derPferde in Umdrehung versetzt werden,pflanzen ihre Bewegung durch Zahnräder,

Wellen und eine Kurbel auf eine grossewie bei Mähemaschinen eingerichtete Sägefort, und da diese hoch und niedrig, nachallen Dichtungen schräg, wie auch senk-recht und wagerecht gestellt werden kann,ist es möglich, bei wiederholtem Entlang-

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fahren an derselben Seite der Hecke diese mittelst der jedesmal | anders verstellten Säge nach allen Seiten zu beschneiden.

Um sie diesen verschiedenartigen Operationen anzupassen, müssenbei jeder neuen Arbeit einige Aenderungen in der Montirungvorgenommen werden, sodass es für grössere Güter rationellerist, die einzelnen Specialmaschinen zu verwenden, welche fürkleine Wirthscliaften indess sehr zweckmässig durch diesencombinirten Apparat ersetzt werden.

Mit Rücksichtnahme auf die verschiedenen Bodenverhältnissesind auch Säemaschinen für Handbetrieb zum Säen von Rüben,Runkeln etc. in Sumpfboden und für gebirgiges Terrain con-struirt, die ihrer Bestimmung gemäss in Einzelheiten der Con-struction voneinander abweichen.

Ein weiterer Specialapparat ist der Häufelpflug, der inGegenden, wo die Bodencultur mit Häufeln vortheiihaft erscheint,sehr gute Dienste leistet. Vor den Messern desselben, welchedie Furchen oder Rinnen zur Aufnahme des Samens bilden,sind kleine Walzen angebracht, welche die durch den gewöhn-lichen’Pflug aufgelockerte Erde niederwalzen, um ihr mehrFestigkeit zu geben; andere kleine Walzen, welche hinter denMessern stehen, bedecken den eben gestreuten Samen mit Erde.

Die verschiedenen Apparate und Anordnungen, welche dazudienen, das Ausstreuen des Samens oder auch des Düngersder Quantität nach zu reguliren, sind zu zahlreich, als dass sie