PIERRON & DEHAITRE, PARIS
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Nachdem die Baumwollwaaren als fertiges Gewebedie Maschine verlassen haben, ist es immer nochnöthig, denselben für den Vertrieb ein schöneres An-sehen zu geben. Diesgeschieht durch dasAppretiren, bei wel-chem dem Zeug Steifig-keit und Glanz ertheiltwird. Daslmprägnirenmit gekochter Stärkeerzeugt die Steifigkeit,den Glanz dagegen er-hält das Zeug, indemes durch kalte oder mitDampf geheizte Ca-lander läuft. Ersterebestehen wie bei denMaschinen der Papier-fabrikation aus me-tallnen und papiernenWalzen, die abwech-selnd übereinander ge-lagert sind und auf dasje zwischen ein Walzen-paar geschobene Zeug einen bedeutenden Druck aus-üben. Ein Beispiel der geheizten Calander führt unsdie untere Figur dieser Seite vor Augen, in welcher
eine Appreturmaschine von 1’ikrron & Dkhaitre,Paris, wiedergegeben ist. Man sieht hier drei grössere,horizontale Cylmder drehbar in Lagern auf einem
Gestell liegen. Die-selben sind hohl undzu jedem der Dreh-zapfen derselben istein Rohr geführt, wel-ches mit einem unterenItauptrohr (in derFigur weggelassen) inVerbindung steht, dasden Dampf in die Cy-linder leitet. Das Zeugwird aufgerollt an einerSeite in die Maschinegelegt und zunächstüber Führungswalzen,sodann über alle dreiCylinder zu einer Auf-wickelwalze geführt.Indem diese sich der-artig dreht, dass mitwachsendem Durch-messer der Zeugrolle ihre Geschwindigkeit abnimmt,zieht sie das Zeug stets gleiclimässig rasch über dieheissen Flächen hinweg.
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liier aufgeführt werden könnten; wir erwähnen nur wenigerOonstructionen, unter denen namentlich eine Säemaschine ge-rühmt wird, deren Welle mit spiralförmig gebogenen Scheibenbesetzt ist, die bei jeder Umdrehung der Welle das Konigleiclimässig abgeben. Da diese Scheiben nur in dem.Maassefunctioniren, als die Maschine vorrückt, geht bei dem Umwendenam Ende des Ackers kein Samen verloren. Ein anderes Säe-maschinensystem, die sogenannten Universal-Drills zumgleichzeitigen Aussäen von Getreide und pulverförmigem Düngeivertheilen den letztem in regelmässigen Zwischenräumen und
bestimmter Tiefe und überdecken ihn mit einer leichtenSchicht Humus, auf welche dann der Samen abgegeben undmit Erde bedeckt wird. Hierbei ist, wie bei allen Dünger-streumaschinen, namentlich darauf zu achten, dass das Dünger-pulver vollkommen trocken angewendet werde, weil andernfallsdie Leitungsröhren sich leicht verstopfen. Die Vertheilungs-apparate für flüssigen Dünger, welche auch zum Begiessender Rüben etc. mit Wasser benützt werden, sowie die Com-pressoren, welche aus einem schweren Rade mit convexemKranze bestehen und wie die Ackerwalzen dazu dienen, die
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PARISER WELTAUSSTELLUNG. II.