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LAWRENCE & CO., LONDON.
In den meisten Brauereien wird zur Abkühlung der Würzezur Zeit noch ein wenig zweckmässiges und dabei kostspieligesVerfahren angewendet, welches darin besteht, dass die Würzeauf dem Kühlschiff durch Zutritt von Luft auf 15—20° R. herab-
einer ganz dünnen Schicht hinunterläuft, während zwischen den-selben das zum Kühlen benützte Wasser aufsteigt. Wie aus derobern Figur ersichtlich, befinden sich an jeder Seite drei Oeff-nungen D, C, F und unten das Abflussrohr E.
gebracht und dann in Apparate gelassen wird, welche unteralleiniger Benutzung von Eiswasser die Temperatur langsamauf 3°R. reduciren. Die Würze mit höhern Temperaturgradenvon dem Kühlschiff' zu entlassen, ist ohne bedeutende Kosten-erhöhung nichtmöglich, wegen desgrossen Eisver-brauchs , den diesogenannten Bat-terie-Apparate be-dingen ; überhauptist das Abkühlenvon hoher Tempe-ratur auf denselbennicht ratlisam, weildabei die Würzevon der Luft ab-geschlossen wirdund dies leichtnachtheilig auf dieGüte derselbenwirkt.
All diesen Uebel-ständen habenLawrence & Co.,
London, 22 St. MaryAxe, City, durchihren patentirtenFlächenberie-selungsapparatabzuhelfen gesucht,den wir in dennebenstehendenFiguren abbilden.
Die obere Figurzeigt die Stellungdes Apparateswährend der Rei-nigung, die untere
Figur während der Arbeit. Derselbe ist ganz aus Kupfer ge-fertigt und besteht aus zwei dünnen Kupferplatten, die in derArt gewellt sind, wie dies die kleine Figur oben rechts ver-anschaulicht, und über deren beide äussere Flächen die Würze in
Bei K fliesst die Würze auf den Apparat und kommt, nach-dem sie seine ganze Fläche berieselt und dabei an das inner-halb befindliche kalte Wasser den grössten Theil ihrer Wärmeabgegeben hat, in dem untern Behälter B an, von wo sie durch
G weiter geleitetwird. Die bis auf9° R. gebrachteKühlung wird aufdem obern Theiledes Apparatesdurch Brunnen-wasser von 8° R.,das bei C hinein-und bei D wiederhinausfiiesst, dieschliessliche Ab-kühlung bis auf4°R. durch Eis-wasser bewirkt,dessen Eintritt inden Apparat bei E,Ausfluss bei F statt-findet.
Die einfache Con-struction und be-deutende Eiserspar-niss bei vortreff-licher Kühlfähig-keit machen denApparat für seineZwecke aufs bestegeeignet. Auch inder Landwirth-schaft wird er seiteiniger Zeit mitErfolg verwendetzum Abkühlen dernoch warmen Milch,die erfahrungsge-
inäss sich dadurch weit besser hält.
Für Deutschland befindet sich die Vertretung für den Ver-kauf dieses Apparates in den Händen von Ed. Theisen inLeipzig.
Saat und die bereits im Wachsen begriffenen jungen Pflanzenfestzuwalzen, gehören zu den zahlreichen Specialapparaten, dieder Landwirth beim Säen benützt.
Nachdem also das Feld bestellt ist, beginnen die Arbeiten,welche zur gedeihlichen Entwickelung der jungen Saat noth-wendig sind. Dahin gehört vor allem das Ausroden des Un-krautes, das mit dem Getreide zugleich emporschiesst, sowiedas Auflockern des Erdreichs zwischen den Saatreihen und dasBehäufeln der Pflanzen. Früher bediente man sich hierzu deseinfachsten Werkzeuges, der II and hacke, womit nicht nur
grosser Zeitverlust, sondern auch ein bedeutender Kostenauf-wand verbunden war, da natürlich die Arbeit nur langsam vonstatten ging und eine bedeutende Arbeiterzahl erforderte. Jetztzieht man fast allgemein den weit vortheilhaftern Betrieb mitPferden oder auch mit Dampf vor und benutzt dabei einenApparat, der in der Hauptsache aus einer mit Hackmessernoder Zähnen besetzten Welle besteht, die auf zwei Rädernmontirt ist. Die je nach Bedarf grossem oder kleinern Hacken,welche so angeordnet sind, dass sie dem Raum zwischen denSaatreihen entsprechen, haben zwar jede für sich eine unab-