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Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
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ACTIEN-GESELLSCHAFT DER ERSTEN ÖSTERR. KASSEN-FABRIK, WIEN.

Ein für die gesammte Geschäftswelt hochwichtiges Aus-stellungsobject brachte die wohlrenommirte Act.-Ges. der erstenösterr. Kasskn-Faerik, vorm. F. Wertheim & Co., Wien, nach

jeder, dem Gebrauch hinderlichen Verunreinigung geschützt.Er wird zum Oeffnen des Schlosses einfach hineingesehoben(ohne Drehung), um die im Innern befindliche Sicherheitsvor-

Paris: die feuer- und diebessichern Kassen, von denen nach-stehend zwei abgebildet sind. Diese Patentkassen, die inverschiedenen Formen z. B. auch als Schreibtisch (s. die Figurauf der folgenden Seite)gebaut werden und auchäusserlich elegant sind,entsprechen allen Anfor-derungen der Sicherheit.

Wie wiederholt ausge-führte amtliche Versuchedargethan haben, könnendie Geldschränke der ge-nannten Firma stunden-lang dem heftigsten Feuerausgesetzt sein, ohne dassdas Geringste von ihremInhalt versehrt wird.

Eisen von bester Qualität,das nach einem eigenthüm-lichen Verfahren gehärtetwird, befähigt die Kassen,auch den wuchtigstenHammerschlägen zuwiderstehen, und somitist an ein gewaltsamesOeffnen derselben ver-mittelst irgendwelcherBrechwerkzeuge nicht zudenken. DenselbenWiderstand setzt dasWerth e im’s che Pa-tentschloss, mit demdie Kassen versehen wer-den, gewaltsamen Ver-suchen zum Oeffnen ent-gegen. Dasselbe ist eineVerbesserung des be-kannten Yale - Schlosses,in allen Theilen solid undbei aller Einfachheit gegenjeden Einbruch gesichert.

Wie die 3. und 4. Figur zeigen, hat der Schlüssel die Gestalteiner schmalen, mit stufenartigen Einschnitten versehenen Platte,kann deshalb in jeder Brieftasche aufbewahrt werden und ist Vor-

richtung zu ordnen, während das Oeffnen und Scliliessen nurdurch Drehung eines stets im Schlosse bleibenden Ilandriegelsgeschieht. Demnach ist die Gebrauchsweise einfach und bequem,

und da vor dom Wieder-herausziehen des Schlüs-sels nicht aufgeschlossenwerden kann, derselbe zumZuschliessen aber garnichtin Anwendung kommt, istes unmöglich, aus Ver-gesslichkeit den Schlüsselstecken zu lassen. Eben-so kann man, der eigen-thümlichen Beschaffen-heit des Schlüssels ge-mäss, auch keinen Ab-druck nehmen, nach demsich ein genauer und so-mit wirksamer Schlüsselanfertigen liesse. DasSprengen des Schlossesdurch Pulver würde schondeshalb nicht ausführbarsein, -weil der Einschnitt,in den der Schlüssel liin-eingeschoben wird, soschmal ist, dass in den-selben gar nicht die ge-nügende Quantität Pulvereingeführt werden kann,und falls auf irgendeineWeise gegen den vorge-schobenen RiegelkopfGewalt angewendet wird,so widersteht er dem Zu-rückdrängen , vermöge

seiner massiven steigen-den Zuhaltung, auf daskräftigste. Bei den mittelstIland angefertigtenSchlössern ist es unver-meidlich, dass nachgerade mehrere Schlüssel von gleicher Formentstehen; auch dem ist bei den Wertheim’schen Schlüsselnvorgebeugt, da mit der Wertheim’schen Schlüsselmaschine,

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jetzt noch bemerkenswerthon, der B e 11 ’ s c h e n M ä h -m a s c h i n e.

Der schneidende Theil derselben bestand aus einer Reihescherenförmiger dreieckiger Klingen oder Messer, welche sichabwechselnd hin- und hergehend über einer Reihe feststehenderSchneidklingen bewegten und die Halme an ihrem unterenEnde abschnitten. Ein breiter Haspel, der sich vor und überden Schneidklingen bewegte, veranlasste das Niederfallen derHalme auf ein nach unten geneigtes endloses Tuch, von welchemdas Getreide dann abgelegt wurde.

MacCormik hatte bei seiner Construction vor allem eineVerbesserung der Schneidapparate und eine veränderte Zugart

ins Auge gefasst. Bei letzterer war der Uebelstand vermieden,dass die Pferde die Maschine von hinten schieben mussten,sie wurden vielmehr vor dieselbe und zwar derartig angespannt,dass sie seitwärts vom Hauptgestell gingen. Statt der scheren-förmigen Klingen wendete MacCormik stumpfwinklige Messer-blätter an, deren jedes sägenartig geschärft war und die sichin den Schlitzen feststehender Finger bewegten, welche aufeine unbewegliche Platte befestigt waren und eine Art Hemmungbildeten, um das Ausweichen der Halme beim Schneiden zuverhüten. Der Bell’sche Haspel war beibehalten, das endloseTuch dagegen durch eine gerade hölzerne Plattform ersetzt, vonwelcher ein Arbeiter die Halme wegzog und in Garben ablegte.