E. MABILLE FRÜRES, AMBOISE.
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Aus dem Gebiete der Land-wirtlischaft waren von derFirma E. Mabille freres, Am-boise (Indre et Loire), meh-rere beachtenswertlie Maschi-nen zur Ausstellung gebracht,und haben wir den Abbildun-gen zweier derselben, einerApfelsehneidemas chineund einer Heupresse, aufder vorliegenden Seite einenPlatz eingeräumt.
Die erstgenannte Maschinekommt bei der Bereitung desApfelweines zur Anwendung.
In der Regel benutzt manbei uns zum Zerkleinern derAepfel eine Vorrichtung, dieaus einem kreisförmigen höl-zernen oder eisernen Trogbesteht, in dem ein verticalstehender Mühlstein herum-geht, welcher durch Arbeiterin Bewegung versetzt wird.Meistens gibt man dem Bodendes Troges eine sanfte Stei-gung, durch welche der Stein _jbeim Hinabrollen den nöthi- ®gen Schwung zum Zerdrückendes in der Mitte liegendenObstes erhält. Bei mehr fa- ’brikmässigem Betriebe reichtdieser einfache Apparat je-doch nicht mehr aus. Man be-dient sich dann einer Apfel-schneidmaschine, die inDeutschland in verschiedenenConstructionen gebaut wird,welche mehr oder wenigerder von Mabille freres ausge-führten Ma-schine glei-chen. Bei der-selben liegendicht unterdem Trichter,durch wel-chen das Obstzugeführtwird, zweigusseiserneWalzen, de-ren schrau-benförmiggewundeneErhöhungenineinandergreifen. DieseWalzen wer-den von demseitlich an derMaschine an-gebrachtenSchwungradein Umdre-hung versetztund hier-durch daszwischen die-selben ge-schütteteObst zu einemdünnen Breizerquetscht.
Die in der zweiten Figur ab-gebildete Heupresse kommtnamentlich da zur Verwen-dung, wo das Heu auf weitereEntfernungen verschickt wer-den soll, und es also daraufankommt, in einem bestimm-ten Raum — z. B. eines Eisen-bahnwagens oder eines Schiffes— möglichst viel von dem-selben unterzubringen. Dieganze Vorrichtung bestehtaus einem starken, niedrigenWagen, auf dessen Mitte diePresse angebracht ist und auszwei auf dem Wagen ver-schiebbaren Presskästen, vondenen der eine mit Heu ge-füllt wird, während der an-dere sich unter der Pressebefindet, dann vorgerücktwird, damit der zweite unterdie Presse kommt u. s. f. Ausder Abbildung sind die ein-zelnen Theile der Presse er-sichtlich. Unten an derselbenbefindet sich in Ilandhöho einSchwungrad, welches durcheinen Arbeiter oder mittelstRiemenbetrieb von einer an-dern Kraft in Umdrehungversetzt werden kann. VomSchwungrad aus wird die Be-wegung durch Zahnräder aufeine senkrechte Welle undvon dieser durch ein zweitesRäderpaar auf die Mutter derPressschraube übertragen, diemit der Pressplatte im Kastenverbunden ist. Durch Zug aneiner vonoben herab-hängendenKette werdenzwei weitereZahnrädermiteinanderin Eingriffgebracht, wo-durch diepressendeKraft, demwachsendenWiderstandedes Heuesentsprechend,sich vergrös-sert. Eine amKasten be-findliche, dieVorderseitedesselben bil-dende Thürgestattet dasHerausneh-men des Bal-lens, der dannnur noch fer-tig umschnürtzu werdenbraucht, umzum Trans-port bereitzu sein.
Ein Ventilator von bedeutenden Dimensionen sendet dieheisse Luft, welche eine Temperatur von 300—500° halirenheithat, mittelst einer Röhrenleitung in zwei grosse Kästen, inwelche das nasse Heu etc. mit einem Ende derartig eingelegtwird, dass die im Innern der Kästen befindlichen Zinken esfortwährend wenden, während es dem Einflüsse der trocknendenLuft ausgesetzt ist. Die Temperatur sowie das Volumen derletztem werden je nach der Nässe des zu trocknenden Heuesregulirt. Eine einzige Maschine von 3y 2 Pferdekraft mit einem
Riemen auf dem Schwungrade genügt, um den Apparat inBetrieb zu setzen. Berechnungen haben nachgewiesen, dassauf diese Weise 24 Wagenladungen Gras, das 35% über denNormalgehalt an Wasser hat, in einem Tage getrocknet werdenkönnen und von Gras, das 70 % über den Normalgehalt anWasser hat, können pro Tag noch 8 Wagenladungen getrocknetwerden.
Dasselbe System ist auch für Stroh, Flachs, Hopfen etc.anwendbar.
EAKISER WELTAUSSTELLUNG. II.
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