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Illustrirter Katalog der Pariser Weltausstellung von 1878 : unter Mitwirkung zahlreicher Berichterstatter ; herausgegeben von W.H. Uhland
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BEYER FRERES, PARIS.

Obwol durch die Erfahrungnachgevviesen ist, dass dasSchroten irgend einer Körner-frucht am vortlieilhaftesten inganz gewöhnlichen Mahlmühlenmit horizontalen Steinen vorge-nommen wird, gibt es dochFälle, in denen die speciell zudem Zweck gebauten Schrot-bez. Quetschmühlen durchausnicht entbehrlich sind, nament-lich kommt dies für den kleinerenlandw'irthschaftlichen Betriebzur Geltung, wo Arbeiter oderthierisclie Kraft oft so wohlfeilsind, dass die stets durch Ele-mentarkräfte betriebenen Mahl-mühlen gar nicht in Betrachtkommen, und daher der Special-apparat zum Schroten oderQuetschen sehr erwünscht ist.Eine solche Mühle zum Her-stellen der Grütze bauenBeyek Freres, Paris, in sehr

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zweckmässiger Construction, unddieselbe erfreut sich in Frank-reich grosser Beliebtheit. Aufderselben kann sowol Hafer,Weizen, Gerste als auch Buch-weizen oder Hirse zu Grützeverarbeitet, d. h. verschrotetwerden. Aus den durch Schieberverstellbaren unteren Oeffnungender beiden Fülltrichter fällt dasGetreide zuerst auf zwei geriffelteVertheilungswalzen, von denen esbeständig in einem breiten Stromezwischen die unteren Quetsch-walzen gestreut wird. Indemdiese sich gegeneinander drehen,zerstückeln sie die Körner, vondenen man später noch durchSieben und Beuteln die Kleie ent-fernt. Die zur Bewegung dieserMaschine erforderliche Kraftkommt etwa der Kraft einesPferdes gleich.

A. RANSOME & CO., CHELSEA-LONDON.

Eine beson-dere Art vonHolzbear-b eitungs-m aschinen,die um so in-teressanter istals sie einenganzen Speci-alzweig reprä-sentirt, die

Fassfabri-kation, warin der engli-schen Abthei-lung der Aus-stellung expo-nirt. Von die-

sen Maschi-nen, die in derFabrik vonA. Raxsome &Co., Chelsea-Loxdox , ge-baut werden,bringen wirauf dieser so-wie auf der fol-genden SeiteAbbildungen.Um die Wich-

h

tigkeit dieserMaschinenrecht klar zumachen, las-sen wir hiereine kurze Be-schreibungdes Processesder Fassfabri-kation folgen.Zunächst sinddie Stäbe oderDauben her-zustellen. Dadas Fass bau-chig , also inder Mitte um-fangreichersein soll alsoben und un-ten, so mussauch jede ein-zelne Daubenach der Mitte

hin an Breitezunehmen;ferner müssendie Dauben ge-bogen d. h. ander innerenSeite concav,an der äus-seren convexsein, weil das

legenheit zum Studium geboten. Neben den dominirendenDampfmotoren konnte man die Wassermotoren, die Heissluft-maschinen, Gas- und Petroleumkraftmaschinen, Windmotorenund endlich elektrische und Federmotoren in den neuestenConstructionen beobachten. Leider gebricht es uns anRaum, um auf die ingeniösen Detailconstructionen jedereinzelnen Maschine näher einzugehen; wir müssen uns miteinem allgemeinen Ueberblick begnügen, zu welchem Zweckjede Klasse der Maschinen einer kurzen Betrachtung unter-zogen werden soll.

I.

Die grossen Betriebsdampfmaschinen.

Dieselben haben meist horizontale, seltener verticale An-ordnung, da erstere vor dieser den Vorzug bedeutender Stabili-tät, leichter Befestigung, sowie grösserer Billigkeit besitzt.Bei horizontalen Maschinen wird der Druck, welchen derDampf auf den Kolben ausübt, durch die Pleuelstange directauf die Kurbel übertragen, während bei vertical stehendenCylindern, sofern grössere Dimensionen in Betracht kommen,