86 Bier. Bierwage.
s) Bibel der Natur. S. 177. b) Dcckmanns Grundsätze >der deutschen Landwirthschaft. >78.?. 1. Th. S. ziz.
B i er ist ein geistiges Getränk, das aus mehlar-tigen Samen durch Auskochung und Gährung bereitetwird. Die Erfindung desselben ist sehr alt. Zuerst schei-nen die Egyptier eine Art von Bier aus Gerste gebrau-et zu haben, wenigstens erzählt Diodor a), daß dasBier des Osiris am Gerüche und Kraft dem Wein nichtsnachgegeben habe. Die Griechen lernten das Bierbrau-en von einem Bacchus b). Homer gedenkt des Biersnoch nicht; Ovid redete aber von einem aus geröstetenKorn bereiteten Tränke c). Von den Teutschen erzähltschon Tacitus, daß sie aus Gerste und Weizen einenTrank kochten, der etwas weinartiges an sich hatte.Daß man sonst in Deutschland auch aus Haber Biergebrauet habe, beweiset eine Verordnung des Rathszu Augsburg vom Jahr >4ZZ, worin allein aus Ha-ber Bier zu brauen befohlen wird ; welches erst iLLOwieder verboten wurde 6). Die Nordamcrikancr brauenschon lange ein Bier aus Mais, welches Varmenlierund Hr. de Longchamps auch in Paris mit sehrglücklichem Erfolg zu brauen versucht haben e).
4) Oinstor. 8>c. IV. 2 d) Univers. Lep. III. p. 47. undGoguetvom Ursprung der Gesetze, K. u. W- Thl. 2.S. 167. vergl. Th. I. S. > 48 , Oviä IVIets,». V. 449.4) Kur,st:Gewerb:und Handwerksgeschichte her ReichsstadtAugsburg von Hrn. P. v. Ekelten d. j. II. Th. 1788-S, izr. «-) Goihaiich. Hofkalender von >787.
Bierwage oder Bierprobe ist ein genau abge-theiltes ÄPerkzeug, wodurch die Güte des Biers erforschtvnd zugleich erwiesen werden kann, wie viel in das eine