Bildergedicht. Bildformerkunst. 87Faß mehr Wasser, als in das andere gefüllt worden ist.Man sagt indessen, daß sie bey Untersuchung der Soh-le bessere Dienste, als bey Beurtheilung des Biers lei-ste. Die Erfinderin dieses Werkzeugs war Hypatia, diezu Alexandrien die Platonische Philosophie lehrte, undim Jahr 41L n. C. G. in einem Tumult das Lebenverlor. S. Sanharometer. Karstcns Lchrbcgriff dergesammlen Mathematik II!. S. 281.
Bildergedicht ist ei» poetisches Spielwer k, daman einen Sah oder Vers halb durch gemalte Figu-ren und halb durch einzelne Buchstaben oder Sylbenausdrückt. Man wählt nemlich einen solchen Sah, des-sen Worte oder Sylben solche Dinge bedeuten, die mandurch Figuren ausdrücken kann, welche man hinmahltund dann die Sylben, die sich nicht durch Bilder aus-drücken lassen, dazwischen schreibt. Die Italiener er-fanden dieses Svielwerk, von diesen kam es nach Frank-reich und von da nach Deutschland. S. I. Th. Ja-blonSkics allgem. Lez-. der Künste und Wiss. vermehrtvon I. I. Schwaben. Leipz. 1767.
Bildcrreime sind so zusammengefügte Reim-zeilen, daß sie das Bild einer Sache, z. B. einer Pyra-mide, eines Kreuzes, Bechers, Sterns, Altars vorstel-len. Dergleichen Bilderverse, die eine 4 srt, ein PaarFlügel, eine Flöte u. f. w. vorstellen, haben ThcökriluSund andre Dichter schon vor 2000 Jahren verfertiget.
B i l d so r m e rkun st ist die Kunst, Bildsäulenund Zierralhen aus Thon zu machen. Man könnte sieauch die höhere Töpferkunst nennen, zum Unterschiedvor der gemeinen, die sich nur mit Verfertigung irde-ner Gefäße beschäftiget, welche letztere indessen wahr-