Band 
Erster Theil.
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y4 Bildgiesserkunss.

te Phidias ( s. Bildhauerkunst), zu dessen Zeit diesöKunst den höchsten Gipfel der Vollkommenheit erreichetc. Sein Schüler Pvlycletus, aus Sicyon in Pelo-ponneS, verfertigte aus Erz ein Bild, welches dreyspielende Kinder vorstellte und noch in dem Palast desKaisers LituS zu sehen war; ferner goß er einen Her-kules, wie er den Riesen Antäüs von der Erde indie Höhe hob, um ihn zu erdrücket; bepde Bilderwurden für Meisterstücke gehalten m). Mpron, desPvlycletus Schüler, der um ZL/L berühmt war, goßeine Kuh, die so täuschend war, daß der Stier nachihr lief und die andern Kühe, die sie sahen, ihr zu-brüllten, ja, daß sogar ein durstiges Kalb an ihr sau-gen wollte, und der Hirte selbst sie für eine natürli-che Kuh hielt n). Um z648 war Lysippus berühmt; ergoß das Bild Alexanders des Grossen in Kupfer,und verfertigte auch eine Bildsäule, die sich rieb, alsob sie eben aus dem Bade käme. Diese letztere ließAgrippa nach Rom in seine Bäder bringen. DemLysi-siratus, einem Bruder deS Lysivpus, wird die Erfin-dung der Kunst, Gipsabguß« von den Gesichtern derMenschen zu machen, zugeschrieben. Den ehernen Co-lossus zu Rbodis, eine der Sonne gewidmete Bild-säule, die 70, nach andern gar 80 Ellen hoch war,und so dicke Daumen hatte, daß man sie nicht mitbeyden Armen umspannen konnte, goß Chares ausLydien, der um Z660 berühmt und ein Schüler desLysippus war 0). Cedriuus will indessen dieses Werkder Kunst dem Laches an Lyndius zu schreiben. Dieerste silberne Bildsäule soll sich Pharnaces habensetzen lassen; sie kam nachher an den Pompejus.Daß die Römer diese Kunst von den Griechen bald