Band 
Erster Theil.
Seite
158
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IL8 Buchdruckerkunst.

hatte nun Guttenberg die beweglichen Lettern, die ekauch aus Zinn machen ließ, erfunden, da sie abernoch alle einzeln geschnitten werden mußten, so wardieses immer eine mühsame und kosibare Arbeit. —Dieser Unbequemlichkeit half letzt Peter Schoifferdadurch ab, daß er die Kunsi, Lettern zu giesse», er-fand. Er schnitt ncmlich Punzen von Stahl, das ist,er schnitt die Form der Buchstaben erhaben aufStahl,schlug diese in Bley oder Kupfer ab, wodurch die Mat-rizen oder Formen entstanden, in welchen er nun dieLettern mit Bley oder Zinn nachgoß. Man konntenun zwar eine große Menge Lettern in kurzer Zeitverfertigen, da sie aber noch von Bley oder Zinn ge-gossen wurden so widerstanden sie der Gewalt derPresse nicht lange; endlich aber entdeckten Faust undSchöffer auch eine solche Mischung von Metallen, dieder Presse Widerstand leistete. Noch führte Gutten-berg die Aufsicht über die Druckerey, wofür er, aus-ser seinem Antheile als Mitverleger, von Faustenjährlich Zoo Goldgülden bekam. Um diese Zeit schoßihm Faust r6oc> Goldgülden zum Bibeldrucke vor,die Guttenberg mit sechs vom hundert verzinsen soll-te. Um das Jahr waren die gegossenen Letternbereits im Gebrauche, die größten Schwierigkeitender Buchdruckerkunst waren überwunden und Faustsahe, daß nunmehr ein guter Gewinn zu hoffen war,den er aber nicht gern mit Gultenbergen theilen moch-te; daher ergriff er die sich darbietende Gelegenheitzur gänzlichen Trennung von Gnttenbcrgcn. Gutten-berg hatte bisher die versprochenen Zinsen nicht be-zahlen können, so daß er jetzt Fausten an Kapitalund Zinsen soso Goldgülden schuldig war; er wur.