Band 
Erster Theil.
Seite
159
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Buchdruckcrkunst.

de daher im Jahre > 4 LL, als bereits is Bogenvon der Bibel abgedruckt waren, von Fausten we-gen nicht bezahlter Zinsen eines Kapitals von 1L00Goldgülden verklagt, verlor durch Chikane den Pro-zeß und mußte zur Bezahlung der Schuld Faustendie ganze Buchdruckcrey überlassen, der sich nunmit Peter Schöffern näher verband und ihm seineTochter Christina zur Frau gab. Im Jahre > 4 L 7vollendeten Faust und Schöffer das erste Buch mitJahrzahl Druckort und mit den Namen der Buch-drucker, nemlich den lateinischen Psalter, auf Per-gament gedruckt, zum Gebrauche im Chor; dieSing-noten waren hinein geschrieben und die 288 Anfangs-buchstaben waren in Holz geschnitten und mit Far-ben gedruckt. Man vermuthet, daß Johann Mciden-bach, der mit Guklenberg nach Maynz gezogen war,die Holzformen dazu geschnitten habe.

Im Jahr 1462 druckte Faust die zweyte lateini-sche Bibel und reiseke damit nach Paris. Bishermußten alle Bücher mühsam abgeschrieben werden,welches ihren Werth sehr theuer machte. Mit deinAbschreiben der Bibel gaben sich vorzüglich die Mön-che ab, welche ein solches geschriebenes Exemplar oftum 4-bis Loc> Kronen oder Goldgülden verkauften,Faust hingegen verkaufte ein solches Exemplar seinerBibel anfänglich für 60, und nachher gar nur für20 Kronen welches in den damaligen Zeiten einSpottgeld war. Hierüber bekam er aber nicht nurmit denen, welche noch 60 Kronen bezahlt hatten,Werdrüßlichkeiten, sondern die Mönche wurden auchsehr aufgebracht darüber, daß ihnen Faust durch fei-'ue Kunst einen so einträglichen Nahrungszweig ab-schnitt, und schrieen ihn dafür als einen Schwarz-