4 Gartenkunst,
einer grossem Gegend in einen kleinen Raum, nahebey dem Orte, wo man wohnte, zusammen, um-zäunte sie dann, um sie wider den Anlauf des Wil-des zu sichern, oder, um die Grenzen seines Eigen-thums dadurch zu bestimmen, und so entstanden dieGarten. Goguets) halt die Baumgärten für die älte-sten. Natürlicherweise mußten die wohlschmeckendenFrüchte bald die Aufmerksamkeit der Menschen aufsich ziehen; sie pflanzten daher die in ihrer Gegendzerstreueten Obstbäume von verschiedener Gattung anden Ort ihres Aufenihalts, woraus die Obstgärtenentstanden. Das Alter der Gärten reicht sehr weithinauf; denn Feld-und Gartenbau war schon dieBeschäftigung der ersten Menschen b); doch darf manin jenen Zeiten noch keine Anwendung der Kunst bei-den Gärten vermuthen, weil schon eine jede von Na-tur anmuthige und fruchtbare Gegend, wie zumBeyspiel das Paradies, mit dem Namen eines Gar-tens belegt wurde, wenn gleich der Mensch noch nichtszur Verschönerung derselben beygetragen hatte c).Die ersten Gärten sind wahrscheinlich bey den Völ-kern zu suchen, die zuerst das herumziehende Hir-tcnlcben aufgaben und sich feste Wohnsitze wählten.Abraham verstand schon das Pflanzen der Baumecl). Erlegte zu Bersaba, um seinen Wohnort, ei-nen kleinen Wald an, um sich Schatten wider dieSonnenhitze zu verschaffen. Bildad erinnert den Hi-ob an ein altes Volkslied, in dem zwar eines Gar-tens gedacht wird, es läßt sich aber hieraus wei-ter nichts sicheres schlieffen e). Indessen ist es sehrwahrscheinlich, daß man zu Moses Zeit schon ordent-