Geschichte der Gelehrtsamkeik. 4z
thagoräische Philosoph, TimäuS von Locrus, einBuch vom Pylhagoras geschrieben b). DaS ältesteDenkmal einer Gelehrtengcschichte, welches auf un-sere Zeiten gekommen ist, floß aus der Feder desLenophon (f Z62Z) , der uns Merkwürdigkeiten lie-ferte. Diovor von Sicilien war der erste der umZy/L die Historie der Gelehrsamkeit mit der bür-gerlichen verband c) und um 2^4 n. C. G. that sichauch Diogenes der Laertier in derselben hervor. Un-ter den Christen war Hieronymus geb. zu Stridon,im I. Z29 n. C. G. der erste in der Gelehrtcnhistorie 6).
Christoph Myläus erkannte schon um iL 48 denNutzen und die Nothwendigkeit einer Gelehrtenge-schichte, daher auch ein Verzeichniß der Gelehrtenvom Anfange der Welt bis auf das zwölfte Jahrhun-dert n. C. G. lieferte e) und Bartholomäus Kccker-mann, der 1609 zu Danzig, z8 Jahr alt, starb,machte den ersten Abriß einer Historie der Gelehr-samkeit k). Hieraus erhellt, daß es falsch ist, wennman behauptet, daß Franz Baco von Verulam zu-erst gewiesen habe, wie man eine Historie der Ge-lehrsamkeit verfertigen solle, weil dieser erst 1560oder 1L61 zu London geboren wurde §). Die ersteallgemeine Historie der Gelehrsamkeit lieferte Con-rad Gesncr rZ4L d).
Den Nahmen HiUoria lireraria brauchte Paga-ninus Gaudentius zuerst, der 1649 als Professor zuPisa starb. Der erste Deutsche, der ihn brauchte,war Petrus Lambecius (f 1679), welcher den erstenvollständigen Entwvrf einer Literar-Historie schriebi) und auch für den ersten gehalten wird, der um1650 ein Cvllegium über die Literargeschichte las k.)