Band 
Zweyter Theil.
Seite
76
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76 Gewitterableitcr.

Stange, die unten nach einem spitzigen Winkel in zweyArme gebogen war, in seinem Garten aufrichten. Manbefestigte sie mir drey Stäben und isoliere sie mittelstseidener Schnüre und eines Glasgestelles. Am so.May desselben Jahres äusserten sich schon die erstenWirkungen der Gewitterelectri'cität an dieser Stange,indem elextrifche Funken aus derselben hervorbrachen,wenn man sich ihr mit der flachen Hand zur Gewit-terzeit näherte.

Romas bemerkte zu Nerac, in der Landschaft Be-zadois, ebenfalls, daß die eisernen Stangen bey ei-nem Gewitter elektrisch wurden, wovon ihn zwey dar-an angebrachteGlöckchen benachrichtigen, die durch daSelektrische Anziehen und Zurückflössen einen Klang vonsich gaben o).

Der Abt Rollet zu Paris legte eine ,8 Fuß lan-ge blechcrne Röhre auf seidene Schnüre horizontalin sein Fenster, so, daß die Röhre halb ausser undhalb in dem Zimmer war. Sobald es nun nur einwenig blitzte und donnerte, wurde die Röhre so starkelektrisch, daß man damit das Klcjstische Experimentmachen konnte. Er nahm wahr, daß die Kraft derElektricität aufhörte, so bald der Donnerschlag ge-schah, aber wieder kam, wenn es blitzte ohne zu don-nern p) Rollet äusserte daher, daß man sich, wenndie Elektricität zum Grunde gelegt würde, von demGewitter eine weit richtigere Vorstellung, als bisher,würd? machen können.

Zu Brüssel errichtete man auf einem Haufe eineeiserne Stqnge, an deren spitze man, so oft eineGewitterwolke darüber hinzog, einen Feuerstrom, wie