yo Glätthammcr.
in der Heilkunde zum Abheilen und Kühlen; aber manmißbraucht sie auch zum Verfälschen der Weine, wosie als langsames Gift wirkt. Uebrigens war die Glät-te schon zu den Zeiten des Dioscorides bekannt.Antipnndora >789- Hl. S. 20z.
Glatthammer, Schlaghammer, Schlagstam-pfen, ist ein 2/z Centncr schwerer eisernen Hammer,der an das Geschirr einer Papiermühle angebracht ist,durch welches er auf und nieder bewegt wird, damitdas darunter gelegte Papier geglättet werde. In denältesten Zeiten glättete man das Papier mit einemSteine, welches erst r/L 4 , wegen der Trennung, diedadurch unter den Papiermachern entstand, von derNiederösterreichischen Kammer verboten wurden); in-dessen geschieht noch jetzt auf einer Papiermühle beyBasel das Gläten vermittelst eines Steins, den einMahlwerk treibt b). Nachher verwandelte man dasGlatten in ein bloscs Pressen c), und um das Jahrwurde zu Jglau, in Mähren, auf einer Papier-mühle, bey der zugleich eine Druckerey und Buchbin-derey war, der Schlagstampfen erfunden. Der Buch-binder wollte sich nemlich seine Arbeit erleichtern undbrachte seinen Planierhammer an das Geschirr derPapiermühle an, welches dem Papiermacher die Ver-anlassung zur Erfindung des Schlagstampfens gab ä).In England geschieht das Glätten des Druckpapiersdurch 2 stählerne polirte Walzen.
a) Breitkoxfs Versuch über den Ursp. der Spielkarten,Lcipz. 1784-S-LZ. v. b) Wehrs vom Papier, >789.S- 412. 41;. c) Breitkopf a. 0. D- 6 ) BeckmannsAnletk. zur Technolog. 1787. S. 76. v. Murr Mertw-der Stadt Nürnb. S. yzi.