Band 
Zweyter Theil.
Seite
119
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Glocken. i>9

Die Glockcntaufc wurde vom Papst JohannXlll., der von 96^ bis 972 regierte, eingeführt x);diesem widerspricht aber die Nachricht, daß Karl derGrosse schon im Jahr 78/ die Glockenkaufe ausdrück-lich verboten habe

In der Schweiz wurden die Glocken im Jahr1020 eingeführt.

Wenn st' in Deutschlind aufkamen, ist unge-wiß. Die D.'mkirche zu Augsburg bekam unter demBischof Embrico, der um 1064 lebte, zwey Glo-ckenthürme r).

Papst Gregor IX., sonst Hugolinus genannt,der von 1227 bis 1241 regierte, ordnete zuerst daSGlöckchcn bey der Messe an as) und Papst JohannXXVI., der von rgi6 an regierte, führte die täglichedreymahlige Betglocke ein bb).

Im Jahr 1559 goß der Nürnberger Hugo eineSturmglocke von 40 Zentnern zu Augsburg oo), undiZ70 wurde die grosse Glocke zu Paris gegossen 88).

Papst Callistus HI., sonst Alphonsus Borgiagenannt, der von - 4 LL bis 1458 regierte, erneuer-te die dreymahlige Betglocke des Tages wider dieTürken ee).

i4z6 bekam das Augsburg« Rathhaus einenGlockenthurm kk).

1486 wurde für den Münster zu Schafhauseneine Glocke gegossen, die 29 Schuh im Umfange hal-le 88).

Auf dem Schloßthurme zu Mofcau war ehedemeine Glocke, Iwan Welike genannt, die Alez-iusMichaslowitz im Jahr i6^Z giessen ließ. Sie war