Handmühle. so?
einen andern, den man über jenen bewegen kennteund der die Stelle des Stössels vertrat. In den Brie-fen des Scneca b) findet man folgende Veranlassungzur Erfindung dieser Mühlen erzählt: ein kluger Kopfbemerkte, daß die Gelraide - Körner und andere Spei-sen in dem Munde dadurch zermalmt würden, wennman sie mit der Zunge zwischen die Zähne zu bringe«suche, deren Härte sie dann zerreibe; er ahmte alsodie Natur nach und nahm statt der Zähne zwey an-dere harte Körper, ncmlich Steine, wovon der un-terste unbeweglich blieb, der oberste aber sich über je-nem herumbewegle.
In Chaldäa, Palästina, Egypten China, und Grie-chenland findet man Spuren der Handmühlcn von ei-nem hohen Alterthume; nur in Europa wurden siespäter bekannt.
Hiob c) gedenket des untersten Mühlsteins; Mo-ses, zu dessen Zeit die Handmühlcn schon in Egpp-tcn gemein waren ä), gedenkt beyder Mühlsteines)und die Jsraclitcn bedienten sich auch der Handmüh-len in der Wüsten f). Zur Zeit des Argonautenzugswaren sie schon den Griechen bekannt, denn Homergedenkt einer Mühle in dem Garten des Alcinous x).
Das Mahlen auf den Handmühlcn war die här-teste Arbeit, die daher nur von Sclaven und Sklavin-nen verrichtet ü) wurde. Simson mußte zu Gaza imGefängnisse die Handmühlen treiben i) und im Haustdes Ulysses mußten die Sklavinnen Weihen und Ger-ste auf den Handmühlen mahlen K)