rr6 Harmonika.
in einem auf dem Brette befestigten Gehäuse herum-dreht. Unten ist ein Fußtritt angebracht, durch wel-chen die Walze in Bewegung gesetzt und umgedrehtwird. Wenn man auf diesem Instrumente spielen will,werden die Ränder der Glocken mit Wasser benetzt,die Walze in Bewegung gesetzt, und dann durch dieFinger- h<e man an die Ränder hält, die Töne hervor-gebracht. Her erste Erfinder dieses Instruments ist nochnicht entdeckt; nur so viel weiß man, daß Mademoi-selle Dewis oder Davies, eine Engländerin, dasselbeschon vor Kranklin sehr vollkommen spielte und eSr/6L zuerst in PariS bekannt machte. D. BenjaminFranklin hat die Harmonika nur verbessert und ihreine bequemere Einrichtung gegeben s).
Herr von Meyer zu Knonow hat eine Harmoni-ka erfunden und i/84 bekannt gemacht, die mit derKranklinschen weiter nichts, als die äussere Figur unddie Befestigung der Glocken gemein hat. An derletztem sind die Glocken bloße Halbkugeln, da hinge-gen die des Herrn von Meyer viel länger als Halb-kugeln find, ein ganz anderes Gewölbe haben und auchder Durchschnitt am äusseren Ende derselben grösserist, als die Halbkugel seyn würde. Halbkugeln pas-sen viel besser in einander, sprechen aber nicht so leichtan und haben den schönen Ton nicht, wie die Glok-ken von der Figur, die Herr von Mayer gewählt hat.Die Bewegung der Franklinschen ist am Schwung-rade mit einer Schleife angebracht, man kann zwardamit die Glocken bewegen, allein beym Aufsteigenderselben kann man nicht helfen und beym Lreicenclound karre muß die Maschine leicht gehemmt werden