Harmonika 217
und still steht», da man hingegen bey der Art, wiees Herr von Meyer eingerichtet hat, durch einen amFußtritt angebrachten Riemen, sowohl beym Auf- alsAbsteigen der Glocken, zu jeder Zeit der Bewegungneue Kraft geben kann b).
Den Mechanismus der Testatur bey der Harmo-nika erfand Herr Röllig, ein Deutscher c).
Der Hof-Organist Nicolai zu Görlitz erfand eineneue Glvckciiharmonika, an der er über Jahr und Lagarbeitete. Sie hat die Form einer Schreibecvmmvdeund ist mit einer Claviatur versehen, so daß sie völligwie ein Clavier gespielt wird. Sie geht vorn un-gestrichenen v bis ins dreygestrichene O und der Cla-vier-Bauer Weise aus Hermsdorf bey Görlitz hat dirTischler-Arbeit daran gemacht <i).
Herr Deudon hat ebenfalls die Harmonika zuverbessern gesucht, indem er erstlich den Glocken eineetwas andere Form gab, wodurch die Ansprache mehrerleichtert wird, zweytens den Mechanismus beque-mer machte, so daß daS Umlaufen der Glocken nachGefallen bald schneller bald langsamer geschehen kann,drittens hat er eine Materie erfunden, die die Anspra-che sehr befördert, welches vermittelst eines angefeuch-teten Streifen Tuchs geschieht, auf den man die Fin-ger legt e).
Herr v. Chladni zu Wittenberg, der eine neueArt der Orienlirung für die Musik, wie Lichtrnbcrgfür die Elektricität, erfand, auch solche ebenfallsgleich mit vielem Scharfsinn zu benutzen wußte, umin dieser für die mathematische Berechnung noch soschweren Wissenschaft neue Lehren zu entdecke», altere