Landstrassen. zvL
Die ersten gepflasterten Strassen schreibt Jsidor8), den Chartaginensern zu, worin ihnen die Rö-mer, die auch schon besondere Wege - Götter hallenk), bald nachfolgten. Der erste Weg im römischenGebiethe war der Königliche, welcher von Rom nachCapua ging und vom Appius Claudius, im Jahre18L nach Erb. Roms, angelegt wurde. Nachhererhielten die Acdilcn die Aufsicht über die Strasseni), welche im Jahre 4L§> n. R. E. den Weg vomMarstempcl, der ausser der Stadt lag, bis zu demOrte Bovillä und vom Kapeninischcn Thore bis zumMarstcmpel pflastern liessen. Im Jahre .51s n.Erb.Rpms ließ Casus Aurclius Colta den nach ihm be-nannten Aurclianischen Weg und nachher Flainininsden Flaminischcn Weg anlegen, der bis nach Rimi-ui ging und dessen Bau von seinem Sohne fortgesetztwurde. Während des letzten Kriegs, den die Rö-mer in Afrika führten, legten sie einen geplasterkenWeg an, der durch ganz Spanien und Gallien biszu den Alpen ging. Unter dem Julius Cäsar, wa-ren schon die vornehmsten Städte in Italien durchgepflasterte Wege mit der Hauptstadt verbunden undDomiNüs Aenobarbus ließ den Domitianischen Wegpflastern, der durch Savoyen, durchs Delphinat bisin Provence ging. August ließ Wege durch die Al-pe» brechen, neue Wege in Spanien anlegen undzugleich zwey Wege gegen Lyon eröffnen; auch ließer die Wege in Stationen abtheilen und verordneteAufseher, welche Acht haben mußten, ob jemand denZoll verfuhr k). Agrippa verbreitete die Strassenvon Lyon aus über ganz Gallien; einen Weg führ-Busch Handb. d. Erf.z. Thl- U