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kein getheiltes Eigenthum an gewissen Gütern, auchkann nicht von jeder Verbindlichkeit ein Schluß aufdie Lehnsverbindlichkeit gemacht werden p).
Die Lehne in Deutschland sind eine den Deut-schen eigene Erfindung, die aber mehr den Deutschenüberhaupt, als einem besondern Volke derselben zu-zuschreiben ist. Man findet zwar frühzeitig in Deutsch-land merkwürdige Spuren davon, die aber nurals Keime der Lehne, nicht als völlig qualificirte Leh-ne , zu betrachten sind. Hieher gehört die Nachrichtdes Tacitus cx), welcher erzählt, daß jeder deutscheFürfi eine Anzahl Begleiter halte, die von ihm Waf-fen nud statt des Soldes Speise bekamen, wofürfic den Fürsten im Kriege uiiterstüplen. Hier ist abernoch von keinem Nießbrauchc eines Gutes, von kei-nem getheilten Eigenthum die Rede, auch war dieTreue nur persönlich und von der Lehnstreue nochweit entfernt. Eine merkwürdigere Stelle kommtbeymFlorusr) vor, welcher erzählt, daß die Cimbrerund Teutonen genöthiget wurden, sich neue Wohnsitzezu suchen, weil die See, an der sie wohnten, einStück ihres Landes verschlungen hatte. Sie schick-ten daher zur Zeit des Marius, der um Z370 be-rühmt war, Gesandten an die Römer und verlang-ten Ländereyen von ihnen, mit dem Anerbiethen, daßsie !dafür Kriegsdienste leisten, also der Römer Va-sallen werden wollten.
Zur Zeit der Völkerwanderungen scheinen sichdie Lehnen mehr entwickelt zu haben; denn als dieFranken, Gothen, Longobarden und andere deutscheVölker im L. Jahrhunderte, in die zu dem damahli--